Alpine Fernerkundung

Zukunftsweisende Fernerkundungstechnologie für Forschung und Praxis in alpinen Regionen -  Wir entwickeln, testen und kombinieren Technologien zu innovativen Lösungen für die Erkennung, Überwachung und Vorhersage von Naturgefahren um die Sicherheit in Berggebieten trotz Klimawandel zu verbessern.

Der Klimawandel wirkt sich auf den Alpenraum verstärkt aus, und das Potenzial für Naturgefahrenprozesse im Hochgebirge steigt. Wo es zu extremen Ereignissen kommt, ist aber nicht vorhersehbar, und ein vollständiger Schutz von Siedlungen und Verkehrswegen ist technisch und ökonomisch nicht möglich.

Fernerkundungs-Systeme am Boden, auf Drohnen, Flugzeugen oder Satelliten werden immer mehr zu einem wichtigen Werkzeug in der Naturgefahrenforschung. Damit lassen sich Ereignisse genau dokumentieren, Veränderungen laufend erfassen und mögliche «Hotspots» frühzeitig erkennen. Die Kombination von Optischen- und Radar-Fernerkundungssystemen hat ein grosses Potential, das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Das Zentrum erforscht, wie solche Systeme in Zukunft optimal im hochalpinen Gelände für die Dokumentation, die Erkennung und die Prävention von Naturgefahren eingesetzt werden können.

 

Alpine Fernerkundung mit Drohnen

Kleiner Einblick in unsere Forschungsaktivitäten

Drohnen im Hochgebirge

Der Einsatz von UAVs eröffnet neue Perspektiven für die Naturgefahrenforschung im alpinen Gelände. Geodaten von schlecht zugänglichen Regionen können in kurzer Zeit und mit hoher Präzision von einem sicheren Ort erfasst werden. Deshalb setzten wir seit 2015 verschiedene Drohnen und Sensoren für die Dokumentation von Ereignissen, die Erkennung von Geländebewegungen und die Kartierung der Schneehöhneverteilung ein. [MEHR]

Erkennung und Überwachung von Massenbewegungen in alpinen Gebieten

Die Gruppe Alpine Fernerkundung untersucht Massenbewegungen durch das Kombinieren von Fernerkundungsdaten basierend auf unterschiedlichen Plattformen (terrestrisch, luft- und weltraumgestützt) und Sensoren (Radar, Multispektral- und Thermalsensoren). Das Hauptziel ist ein verbessertes Verständnis der geomorphologischen Prozesse sowie ihr Gefahrenpotential zu bewerten. [MEHR]

Schneehöhenkartierung

Neue Entwicklungen für das Messen der Schneehöhenverteilung mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden, wie Laserscanning oder digitaler Photogrammetrie, sind sehr vielversprechend. Unser Team hat verschiedene Plattformen auf deren Eignung zur Kartierung der Schneehöhen über grossen Gebieten getestet und dabei sehr gute Ergebnisse erzielt. [MEHR]

Grossflächige Kartierung von Lawinen mit Satelliten

Informationen über die räumliche Verteilung und Grösse von Lawinen sind in unterschiedlichen Anwendungen von grosser Wichtigkeit. Trotz ihrer Bedeutung sind diese Informationen nur für begrenzte Regionen und während limitierten Zeiträumen verfügbar. Die Lawinenkartierung aus Satellitenbildern kann diese Lücke mit vielversprechenden Ergebnissen schliessen. Das automatisierte Identifizieren von Lawinen mit Deep Learning ist sehr effizient auch für grosse Flächen. [MEHR]

Automatisiert berechnete Gefahrenhinweiskarten

Wir haben ein automatisiertes Verfahren zur Erstellung von räumlich zusammenhängenden Gefahrenhinweiskarten für Lawinen entwickelt. Auch wenn sie weniger zuverlässig als Gefahrenkarten sind, können verschieden Szenarien für grössere Gebiete berechnet werden. Besonders nützlich ist dies in Gebieten, in welchen keine Gefahrenkarten existiert oder erhebliche Veränderungen, wie z.B. im Wald, auftreten. [MEHR]