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Beschreibung automatische Stationen

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Ob Forschung oder Lawinenwarnung - es braucht Daten aus dem Gelände. Diese werden von den automatischen IMIS-Stationen oder manuell erfasst. Messwerte gehören zusammen mit Beobachtungen, Einschätzungen und Modellierungen zu den wichtigsten Grundlagen bei der Erstellung des Lawinenbulletins.

 
Windstation Schneestation Spezialstation

Messnetz automatische Stationen. Für Details auf die Station klicken.

 

IMIS-Messnetz

Das Interkantonale Mess- und Informationssystem (IMIS) umfasste im Jahr 2017 insgesamt 177 Messstationen. Diese sind über den ganzen Schweizer Alpenraum und den Jura verteilt und befinden sich meistens oberhalb der Waldgrenze, oft zwischen 2000 und 3000 m ü. M. Die Stationen messen rund um die Uhr und übermitteln ihre Daten halbstündlich ans SLF.

Die meisten IMIS-Stationen stehen in der Nähe von Anrissgebieten potenzieller Schadenlawinen und liefern den lokalen Sicherheitsverantwortlichen für Siedlungen und Strassen unverzichtbare Informationen, werden aber auch vom Lawinenwarndienst des SLF, für schneehydrologische Belange und in der Forschung benutzt. Zudem werden die Daten mit MeteoSchweiz und anderen Partnern ausgetauscht.

Das IMIS-Netz besteht aus Schnee-, Wind- und Spezialstationen. Normalerweise stehen je eine Schnee- und Windstation nahe beieinander und messen als Paar die zur Beurteilung der Lawinengefahr wichtigsten Wetterdaten.

 

IMIS-Schneestation

Schneestationen stehen auf windgeschützten Flachfeldern. Bei jeder IMIS-Schneestation werden mit dem Schneedeckenmodell SNOWPACK Schichtung und Eigenschaften der Schneedecke den ganzen Winter über berechnet. Dies ist nötig zur Bestimmung der Neuschneemenge, liefert aber auch Hinweise auf den Schneedeckenaufbau, die Bildung von Oberflächenreif oder Triebschnee sowie das Fortschreiten der Durchfeuchtung und dem damit verbundenen Einsetzen von nassen Lawinen.

Standardmässig werden gemessen:

  • Schneehöhe (aktuelle Werte)
  • Luft- und Oberflächentemperatur (aktuelle Werte)
  • Windgeschwindigkeit und Richtung
  • Relative Luftfeuchtigkeit
  • Reflektierte kurzwellige Strahlung
  • Temperatur am Boden
  • Schneetemperatur 25 cm, 50 cm und 100 cm über dem Boden
  • Regen (Pluviometer, nur an einem Teil der Stationen)
 

IMIS-Windstation

Windstationen stehen meistens höher oben auf exponierten Gipfeln oder Graten.

Standardmässig werden gemessen:

  • Windgeschwindigkeit und Richtung (aktuelle Werte)
  • Lufttemperatur
  • Relative Luftfeuchtigkeit

Spezialstationen

Nebst den üblichen Schnee- und Windstationen umfasst das IMIS-Netz auch einige Spezialstationen:

  • Hang-Schneestationen stehen nicht in ebenem Gelände, sondern näher bei  Anrissgebieten problematischer Lawinenzüge, manchmal auch unmittelbar neben Anlagen zur künstlichen Lawinenauslösung.
  • Schneedriftstationen stehen meistens auf dem Wind ausgesetzten Rücken und messen die Geräusche aufprallender Schneepartikel. Daraus lässt sich bestimmen, wie intensiv Schnee verfrachtet wird.
 

Aufbau und Betrieb