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Lawinenbulletin bis Dienstag, 23. Januar 2018

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr

Ausgabe: Mo. 22.01., 17:00 Nächstes Update: Di. 23.01., 08:00 Gültigkeit

Lawinenbulletin bis Dienstag, 23. Januar 2018

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr

Ausgabe Mo. 22.01., 17:00 Nächstes Update Di. 23.01., 17:00 Gültigkeit

Lawinenbulletin bis Dienstag, 23. Januar 2018

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr

Ausgabe Mo. 22.01., 17:00 Nächstes Update Di. 23.01., 08:00 Gültigkeit

Lawinenbulletin bis Dienstag, 23. Januar 2018

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr

Ausgabe Mo. 22.01., 17:00 Nächstes Update Di. 23.01., 08:00 Gültigkeit

 
Gering, Stufe 1

Nass- und Gleitschneelawinen

Die Schneedecke ist durchnässt. Vor allem an extrem steilen Hängen sind einzelne Gleitschneelawinen und nasse Rutsche möglich. Nebst der Verschüttungsgefahr sollte die Mitreiss- und Absturzgefahr beachtet werden.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Gross, Stufe 4

Neu- und Triebschnee

Gefahrenstellen
An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

Gefahrenbeschrieb

Neu- und Triebschnee sind störanfällig. Lawinen können leicht ausgelöst werden. Es sind mittlere und vereinzelt grosse spontane Lawinen zu erwarten. Exponierte Teile von Verkehrswegen sind gefährdet. Sicherheitsmassnahmen sind in der Nacht noch aufrecht zu erhalten.
Mit dem Ende der Niederschläge nimmt die spontane Lawinenaktivität deutlich ab. Einzelne Lawinen sind aber immer noch möglich. Diese können weiterhin gefährlich gross werden.
Für Schneesport abseits gesicherter Pisten sind die Verhältnisse ungünstig.

Nass- und Gleitschneelawinen

Mit dem Regen sind nasse Lawinen zu erwarten. Dies vor allem in der Nacht. Jederzeit sind Gleitschneelawinen möglich, auch recht grosse. Dies an allen Expositionen unterhalb von rund 2200 m.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Gross, Stufe 4

Neu- und Triebschnee, Altschnee

Gefahrenstellen
An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

Gefahrenbeschrieb

Die Gefährdung bezieht sich hauptsächlich auf alpines Schneesportgelände. Neu- und Triebschnee sind störanfällig. Lawinen können sehr leicht ausgelöst werden. Es sind kleine und mittlere spontane Lawinen zu erwarten. Sie können in tiefe Schichten durchreissen und vereinzelt gross werden. Exponierte Teile von Verkehrswegen können gefährdet sein.
Schneesport abseits gesicherter Pisten erfordert viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und grosse Zurückhaltung.

Gleitschneelawinen

Es sind Gleitschneelawinen zu erwarten. Dies an allen Expositionen unterhalb von rund 2200 m. Vorsicht in Hängen mit Gleitschneerissen.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Erheblich, Stufe 3

Neu- und Triebschnee, Altschnee

Gefahrenstellen
An allen Expositionen oberhalb von rund 1800m.

An allen Expositionen oberhalb von rund 1800m.

Gefahrenbeschrieb

Neu- und Triebschnee der letzten Tage sind teils störanfällig. Mit dem Nordwind entstehen weitere Triebschneeansammlungen. Lawinen können schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Sie können vereinzelt in tiefe Schichten durchreissen und gefährlich gross werden. Schneesport abseits gesicherter Pisten erfordert Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und Vorsicht.

Gleitschneelawinen

Es sind einzelne Gleitschneelawinen möglich. Dies an allen Expositionen unterhalb von rund 2200 m. Vorsicht in Hängen mit Gleitschneerissen.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Erheblich, Stufe 3

Neu- und Triebschnee

Gefahrenstellen
An allen Expositionen oberhalb von rund 1800m.

An allen Expositionen oberhalb von rund 1800m.

Gefahrenbeschrieb

Neu- und Triebschnee sind in der Höhe teils noch störanfällig. Wintersportler können Lawinen auslösen, auch gefährlich grosse. Skitouren und Schneeschuhwanderungen erfordern Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr.

Nass- und Gleitschneelawinen

Mit dem Regen sind nasse Lawinen zu erwarten. Dies vor allem in der Nacht. Jederzeit sind Gleitschneelawinen möglich, auch recht grosse. Dies an allen Expositionen.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Sehr Gross, Stufe 5

Neu- und Triebschnee, Altschnee

Gefahrenstellen
An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

An allen Expositionen oberhalb von rund 2000m.

Gefahrenbeschrieb

Neu- und Triebschnee sind störanfällig. Bis in die Nacht hinein sind viele spontane Lawinen zu erwarten. Sie können in tiefen Schichten anreissen und sehr gross werden. Die Lawinen können weit vorstossen. Exponierte Siedlungen sowie Verkehrswege sind mehrheitlich gefährdet. Umfangreiche Sicherheitsmassnahmen sind in der Nacht noch aufrecht zu erhalten.
Mit dem Ende der Niederschläge nimmt die spontane Lawinenaktivität deutlich ab. Einzelne Lawinen sind aber immer noch möglich. Diese können weiterhin gross werden.
Von Schneesport abseits gesicherter Pisten wird dringend abgeraten.

Nass- und Gleitschneelawinen

Mit dem Regen sind nasse Lawinen zu erwarten. Dies vor allem in der Nacht. Jederzeit sind Gleitschneelawinen möglich, auch recht grosse. Dies an allen Expositionen unterhalb von rund 2200 m.

Siehe auch Schneedecke und Wetter

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr
Ausgabe: 22.1.2018, 17:00 / Nächstes Update: 23.1.2018, 17:00
Schneedecke
Nachdem bereits in der vergangenen Woche verbreitet 100 bis 200 cm Schnee gefallen waren, kamen seit Samstag verbreitet nochmals 100 cm dazu. Nur im Süden war es deutlich weniger. Mit oft starken Winden entstanden mächtige Triebschneeschichten. Mit der Erwärmung und Regen im Westen bis teils über 2200 m wurde die Schneedecke im Norden und im Wallis in mittleren Lagen nass.
Am Montag wurden viele grosse und vereinzelt sehr grosse Lawinen gemeldet. Bis zum Ende der Niederschläge hält diese Lawinenaktivität weiter an. Danach nimmt sie rasch ab. Einzelne grosse Lawinen sind aber auch tagsüber noch möglich.
Die Schneehöhen sind für die Jahreszeit stark überdurchschnittlich. Im südlichen Wallis, in Nordbünden und im nördlichen Unterengadin liegen sie teils im Bereich der Extremwerte von Ende Februar 1999. Schwache Schichten im unteren Teil der Altschneedecke sind im Norden und Westen zwar mächtig überlagert, bei grossen Lawinenabgängen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Teile der Altschneedecke mitgerissen werden. In Mittelbünden, im Engadin und in den Bündner Südtälern ist die Altschneedecke schwächer, und Lawinenabgänge in bodennahen Schichten sind zu erwarten.
Wetter Rückblick auf Montag, 22.01.2018
Es schneite anhaltend und intensiv. Die Schneefallgrenze stieg im Norden und im Wallis zeitweise auf etwa 2000 m. In Graubünden und im Tessin auf rund 1500 m. Ganz im Süden war es sonnig.
Neuschnee
Von Sonntag- bis Montagnachmittag fielen am nördlichen Alpenkamm vom Trientgebiet bis in die Glarner Alpen sowie im Wallis verbreitet 50 bis 80 cm, in den übrigen Gebieten des Alpennordhanges und des Gotthardgebietes sowie in Nordbünden und im Unterengadin 30 bis 50 cm Schnee. Damit fielen seit Niederschlagsbeginn am Samstagabend insgesamt folgende Schneemengen:
  • Alpennordhang, Wallis, Gotthardgebiet, Nord- und Mittelbünden, nördliches Unterengadin: 80 bis 120 cm, lokal mehr
  • übriges nördliches Tessin und übriges Graubünden: 40 bis 60 cm, ganz im Süden weniger
  • im Jura wurde der meiste Neuschnee inzwischen vom Regen geschmolzen
Temperatur
am Mittag auf 2000 m im Westen bei +2 °C, sonst bei 0 °C
Wind
In der Nacht teils stürmischer, tagsüber mässiger bis starker West- bis Nordwestwind.
Wetter Prognose bis Dienstag, 23.01.2018
Die Niederschläge dauern noch bis in die Nacht hinein an. Die Schneefallgrenze liegt meist bei 1400 bis 1800 m, in Graubünden bei etwa 1200 m. Tagsüber wird es aus Westen zunehmend sonnig. Im Süden ist es meist sonnig.
Neuschnee
Von Montagabend bis zum Niederschlagsende in der Nacht auf Dienstag fallen oberhalb von 2000 m folgende Schneemengen:
  • Gebiete nördlich einer Linie Rhone-Rhein: 20 bis 40 cm
  • südliches Wallis, Nordbünden, Unterengadin: 10 bis 20 cm, lokal bis zu 30 cm
  • übrige Gebiete: weniger als 10 cm, ganz im Süden trocken
Temperatur
am Mittag auf 2000 m zwischen -3 °C im Nordosten und +1 °C im Westen und Süden
Wind
  • In der Höhe stark bis stürmisch aus Nordwest, in mittleren Lagen schwach bis mässig
  • Im Süden in der Nacht starker bis stürmischer Nordwind bis in die Täler, tagsüber abflauend
Tendenz bis Donnerstag, 25.01.2018
Mittwoch
Am Mittwoch ist es meist sonnig und im Norden mild mit etwa +5 °C auf 2000 m. Der Wind dreht auf West bis Südwest. Die enormen Schneemengen der vergangenen Tage stabilisieren sich rasch, so dass das Risiko von grossen Lawinen deutlich abnimmt. Für Wintersport abseits der Pisten bleibt die Situation heikel. Mit dem auffrischenden Wind entstehen im Tagesverlauf zudem lokale Triebschneeansammlungen.
Donnerstag
Am Vormittag ist es recht sonnig, dann ziehen aus Westen und Süden Wolken auf. Es bläst ein kräftiger Südwestwind und in den Tälern des Nordens kommt Föhn auf. Es entstehen störanfällige Triebschneeansammlungen. Grosse Lawinen sind kaum noch zu erwarten.
 

Deine Beobachtungen können die Qualität des Lawinenbulletins verbessern. Wir sind für Meldungen und Fotos sehr dankbar.

Melde uns Beobachtungen von Lawinen oder Alarmzeichen, deine Einschätzung der Lawinengefahr oder schicke uns einfach ein Bild zur aktuellen Situation. Deine Meldung aus dem Gelände fliesst zusammen mit allen anderen Informationen in unsere Beurteilung der Lawinengefahr ein. Dadurch erklärt sich, dass nicht jede einzelne Meldung 1:1 im Lawinenbulletin umgesetzt werden kann.

Am besten benutzest du dafür das interaktive Formular auf dieser Seite. Damit wir deine Meldung für das Lawinenbulletin von 17 Uhr verwenden können, solltest du diese möglichst vor 14:30 Uhr senden. Spätere Meldungen können wir meistens erst in der nächsten Beurteilung berücksichtigen.

Weitere Rückmeldemöglichkeiten:

Verbreitet sehr grosse Lawinengefahr
Ausgabe: 22.1.2018, 17:00 / Nächstes Update: 23.1.2018, 17:00
Schneedecke
Nachdem bereits in der vergangenen Woche verbreitet 100 bis 200 cm Schnee gefallen waren, kamen seit Samstag verbreitet nochmals 100 cm dazu. Nur im Süden war es deutlich weniger. Mit oft starken Winden entstanden mächtige Triebschneeschichten. Mit der Erwärmung und Regen im Westen bis teils über 2200 m wurde die Schneedecke im Norden und im Wallis in mittleren Lagen nass.
Am Montag wurden viele grosse und vereinzelt sehr grosse Lawinen gemeldet. Bis zum Ende der Niederschläge hält diese Lawinenaktivität weiter an. Danach nimmt sie rasch ab. Einzelne grosse Lawinen sind aber auch tagsüber noch möglich.
Die Schneehöhen sind für die Jahreszeit stark überdurchschnittlich. Im südlichen Wallis, in Nordbünden und im nördlichen Unterengadin liegen sie teils im Bereich der Extremwerte von Ende Februar 1999. Schwache Schichten im unteren Teil der Altschneedecke sind im Norden und Westen zwar mächtig überlagert, bei grossen Lawinenabgängen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Teile der Altschneedecke mitgerissen werden. In Mittelbünden, im Engadin und in den Bündner Südtälern ist die Altschneedecke schwächer, und Lawinenabgänge in bodennahen Schichten sind zu erwarten.
Wetter Rückblick auf Montag, 22.01.2018
Es schneite anhaltend und intensiv. Die Schneefallgrenze stieg im Norden und im Wallis zeitweise auf etwa 2000 m. In Graubünden und im Tessin auf rund 1500 m. Ganz im Süden war es sonnig.
Neuschnee
Von Sonntag- bis Montagnachmittag fielen am nördlichen Alpenkamm vom Trientgebiet bis in die Glarner Alpen sowie im Wallis verbreitet 50 bis 80 cm, in den übrigen Gebieten des Alpennordhanges und des Gotthardgebietes sowie in Nordbünden und im Unterengadin 30 bis 50 cm Schnee. Damit fielen seit Niederschlagsbeginn am Samstagabend insgesamt folgende Schneemengen:
  • Alpennordhang, Wallis, Gotthardgebiet, Nord- und Mittelbünden, nördliches Unterengadin: 80 bis 120 cm, lokal mehr
  • übriges nördliches Tessin und übriges Graubünden: 40 bis 60 cm, ganz im Süden weniger
  • im Jura wurde der meiste Neuschnee inzwischen vom Regen geschmolzen
Temperatur
am Mittag auf 2000 m im Westen bei +2 °C, sonst bei 0 °C
Wind
In der Nacht teils stürmischer, tagsüber mässiger bis starker West- bis Nordwestwind.
Wetter Prognose bis Dienstag, 23.01.2018
Die Niederschläge dauern noch bis in die Nacht hinein an. Die Schneefallgrenze liegt meist bei 1400 bis 1800 m, in Graubünden bei etwa 1200 m. Tagsüber wird es aus Westen zunehmend sonnig. Im Süden ist es meist sonnig.
Neuschnee
Von Montagabend bis zum Niederschlagsende in der Nacht auf Dienstag fallen oberhalb von 2000 m folgende Schneemengen:
  • Gebiete nördlich einer Linie Rhone-Rhein: 20 bis 40 cm
  • südliches Wallis, Nordbünden, Unterengadin: 10 bis 20 cm, lokal bis zu 30 cm
  • übrige Gebiete: weniger als 10 cm, ganz im Süden trocken
Temperatur
am Mittag auf 2000 m zwischen -3 °C im Nordosten und +1 °C im Westen und Süden
Wind
  • In der Höhe stark bis stürmisch aus Nordwest, in mittleren Lagen schwach bis mässig
  • Im Süden in der Nacht starker bis stürmischer Nordwind bis in die Täler, tagsüber abflauend
Tendenz bis Donnerstag, 25.01.2018
Mittwoch
Am Mittwoch ist es meist sonnig und im Norden mild mit etwa +5 °C auf 2000 m. Der Wind dreht auf West bis Südwest. Die enormen Schneemengen der vergangenen Tage stabilisieren sich rasch, so dass das Risiko von grossen Lawinen deutlich abnimmt. Für Wintersport abseits der Pisten bleibt die Situation heikel. Mit dem auffrischenden Wind entstehen im Tagesverlauf zudem lokale Triebschneeansammlungen.
Donnerstag
Am Vormittag ist es recht sonnig, dann ziehen aus Westen und Süden Wolken auf. Es bläst ein kräftiger Südwestwind und in den Tälern des Nordens kommt Föhn auf. Es entstehen störanfällige Triebschneeansammlungen. Grosse Lawinen sind kaum noch zu erwarten.

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Derzeit ist kein Lawinenbulletin publiziert. Trotzdem sollte im Gebirge die Lawinensituation beachtet werden, besonders bei Neuschnee.

Bei grossen Schneefällen gibt das SLF auch im Sommer Lawinenbulletins heraus. Das Erscheinen solcher situationsbezogener Lawinenbulletins können Sie sich wie folgt anzeigen lassen:

  • Mit einem Push alert auf der Gratis-App „White Risk“ des SLF. Die App ist viersprachig (Deutsch, Français, Italiano und English) und erhältlich für iPhone im iTunes App Store bzw. für Android im Google Play Store.
  • Per SMS. Senden Sie eine SMS mit dem Inhalt „START SLF SOMMER“ an die Nummer 9234. Sie können den Service jederzeit über „STOP SLF SOMMER“ abbestellen. Kosten: Fr. -.20 pro SMS.
  • Alternativ können Sie sich mit einem RSS-Feed über die Herausgabe jedes Lawinenbulletins informieren lassen.

Abhängig von der Schnee- und Lawinensituation werden ab November/Dezember Lawinenbulletins wieder regelmässig publiziert.

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