Navigation mit Access Keys

Flächen und Anlagen Naturgefahren

Hauptinhalt

 

Donnert im Vallée de la Sionne eine Lawine oder im Illgraben ein Murgang hinunter, sind wir zur Stelle: Mithilfe modernster Messinstrumente können wir ins Innere von realen Naturgefahren blicken.

 

Freiluftlaboratorien bieten einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen uns, Naturgefahren im realen Massstab und unter natürlichen Bedingungen zu erforschen. Das SLF verfügt über mehrere solcher Grossversuchsanlagen: Im Valléé de la Sionne (Gemeinde Arbaz, VS) können wir – wenn es die Schnee- und Wettersituation erlaubt – Lawinen künstlich auslösen. Mit Laserscanner, Infrarotkamera und verschiedensten Messsensoren erforschen wir vor Ort, wie sich grosse Lawinen bewegen, welche Kräfte sie entwickeln und wie man Siedlungen, Verkehrswege und Infrastruktur optimal schützen kann.

Im Walliser Illgraben bestimmt die Natur, wann ein Murgang losgeht. Darauf sind wir jedoch vorbereitet: Eine ganze Reihe von Messinstrumenten registrieren die Erschütterungen, die den Anfang eines Murgangs markieren, erfassen Fliesshöhe und Geschwindigkeit der Schlamm- und Geröllmassen oder messen die Kräfte und das Gewicht im Innern der Murgangmischung.

Die Resultate dieser Grossversuche fliessen in das Software-Paket RAMMS ein – ein Simulationsprogramm für Naturgefahren, mit dem sich Naturgefahrenprozesse berechnen und der Einfluss von Schutzmassnamen einschätzen lassen.

 

Themen

Bild: SLF

Lawinentestgelände

In der Grossversuchsanlage im Vallée de la Sionne können SLF-Forschende Lawinen im realen Massstab vor Ort untersuchen.

Der Blick folgt dem Illgraben von unten Richtung der Murgangbeobachtungsstation. Während der Bach unten sehr niedrig ist, wälzt sich von oben der Murgang mit beigem Gesteinsmaterial auf den Beobachtenden zu.

Murgangtestgelände

Seit dem Jahr 2000 beobachtet die WSL spontan auftretende Murgänge am Illgraben, einem aussergewöhnlich aktiven Einzugsgebiet nahe der Ortschaft...

Bild: SLF

Bodenstabilität

Mit Hilfe von Stützwerken haben die Pflanzen in den knapp 30 Jahren die Versuchsflächen stabilisiert und seither schon manchem Unwetter getrotzt.

Geschiebesammler am Erlenbach

Geschiebemessanlage Alpthal

Seit 1967 betreibt die WSL hydrologische Forschung im voralpinen Alptal (Kanton Schwyz).

Messnetz automatische Stationen

Die automatischen Messstationen liefern wichtige Daten für Lawinenwarnung und Forschung.

Messnetz manuelle Stationen

Wir betreiben ein umfangreiches manuelles Messnetz. Die Messreihen sind auch für klimatologische und hydrologische Fragen wertvoll.

 

Forschungsgruppe

RAMMS Rapid Mass Movements

Das Team "RAMMS" entwickelt die gleichnahmige Software, um Naturgefahrenprozesse zu berechnen und die Wirkung von Schutzmassnahmen abzuschätzen.

 

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN