Forschung trifft Zukunft: KI für Nachhaltigkeit

Zum WEF 2026 präsentierte der ETH-Bereich Highlights aus der Forschung, die zeigen, wie künstliche Intelligenz den Weg zu mehr Nachhaltigkeit ebnet. Entscheidungsträgerinnen und ‑träger aus Politik und Wirtschaft informierten sich über praxisnahe KI-Anwendungen für Umwelt und Gesellschaft.

  • KI als Schlüsseltechnologie für Nachhaltigkeit: Der ETH-Bereich präsentierte am SLF in Davos wegweisende Forschungsansätze.
  • Politik trifft Forschung: Hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft erhielten direkte Einblicke in die Arbeit der sechs Institutionen des ETH-Bereichs.
  • Wissenschaft wirkt: ETH-Bereich betont Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft.

Künstliche Intelligenz (KI) als Motor für Nachhaltigkeit – unter diesem Leitmotiv lud der ETH-Bereich zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ins WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos ein. Mit dabei: Regierungsräte aus vier Kantonen, so auch die Bündner Carmelia Maissen, Marcus Caduff und Jon Domenic Parolini. «KI ist mehr als ein Hype. Wir zeigen Ihnen wegweisende Anwendungen im Umweltbereich», begrüsste Hausherr und Institutsleiter Jürg Schweizer die Gäste. Diese erhielten an sechs Posten in den Räumen des SLF Einblicke in die Arbeit der sechs Institutionen des ETH-Bereichs, der Hochschulen ETH Zürich und EPFL sowie der Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag.

Mit KI gegen Lawinen und Sturzprozesse: Wie weit vertrauen wir den Maschinen?

SLF-Forscher Andri Simeon und sein WSL-Kollege Fabian Walter zeigten, wie sie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Algorithmen entwickeln, mit denen sie Datenströme seismischer Netzwerke analysieren. Diese sollen eigentlich Erdbeben detektieren. In ihren Daten erkennen die Forschenden aber auch Lawinen, Murgänge, Bergstürze und selbst kleine Steinschläge, teilweise über Entfernungen von mehreren tausend Kilometern. Die KI-basierten Algorithmen wollen sie in operative Warnsysteme integrieren, die helfen sollen, die Bevölkerung rechtzeitig vor drohenden Ereignissen zu warnen.

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SLF-Forscher Andri Simeon (r.) und Fabian Walter von der WSL erklären, wie KI hilft, die Bevölkerung vor Lawinen, Steinschlag und Felsstürzen zu warnen. (Foto: Luzia Schär)
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Kathrin Fenner von der Eawag erläutert, wie KI-Modelle Forschende dabei unterstützen, Chemikalien und Materialien so zu entwickeln, dass sie wenige Schadstoffe freisetzen, Ressourcen schonen und sich in der Umwelt leicht abbauen lassen. (Foto: Luzia Schär)
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Empa-Forscher Mirko Kovac erzählt anschaulich, wie Drohnen und Roboter die Gesundheit von Ökosystemen ermitteln, beispielsweise zu Biodiversität und Wasserqualität. (Foto: Luzia Schär)
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Welche Aerosole in der Luft vorhanden sind, was der Mensch alles einatmet, verändert sich ständig. Luftverschmutzung, Waldbrände, Sandstürme und vieles mehr beeinflussen die Zusammensetzung. Rob Modini (r.) und Kaspar Dällenbach vom Paul Scherrer Institut PSI zeigen, wie KI in Modelle zur Überwachung der Luft einfliesst. (Foto: Luzia Schär)
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EPFL-Forscher Devis Tuia führt darin ein, wie KI Beobachtungen von Wildtieren mit Kamerafallen und Mikrofonen analysiert. (Foto: Luzia Schär)
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Der Bündner Regierungsrat Marcus Caduff unterhält sich mit dem digitalen Einstein von der ETH Zürich. (Foto: Luzia Schär)

Forschung für Wirtschaft und Gesellschaft

Zeitgleich zum Weltwirtschaftsforum WEF in Davos zeigte der ETH-Bereich auf dieser Veranstaltung, was Wissenschaft für Wirtschaft und Gesellschaft leistet. «Es ist wichtig, die Politik über unsere Arbeit auf dem Laufenden zu halten», sagte WSL-Direktor Rolf Holderegger, «denn die Ergebnisse der Forschenden helfen, auf politischer Ebene die richtigen Entscheidungen für die Gesellschaft zu treffen.»

Schliesslich steht der ETH-Bereich für Spitzenforschung, die auch international hohes Ansehen geniesst. Und das nicht nur in der Wissenschaft sondern auch in der Privatwirtschaft, wie zahlreiche Kooperationen belegen. „Unsere Hochschulen ETH Zürich und EPFL sowie die Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag leisten wichtige Beiträge sowohl für die Forschung, als auch für die Verwaltung und die Schweizer Wirtschaft“, erklärte Michael Hengartner, Präsident des ETH-Rats.

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