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Naturgefahr Steinschlag – Erfahrungen und Erkenntnisse

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Es wird aufgezeigt, wie viele Personen in der Schweiz durch Sturzereignisse zwischen 2002 und 2016 verletzt oder getötet wurden und wie hoch die Schäden in zeitlicher oder räumlicher Hinsicht waren. Die Publikation widmet sich spezifisch dem Sturzereignis Steinschlag, da sich in den letzten 40 Jahren dort vor allem in Bezug auf Schutzmassnahmen viel verändert hat.

WSL Berichte 74
2019
 
 

In der Schweiz bedecken die Alpen fast zwei Drittel der Landesfläche. Dort laufen ­natürliche Verwitterungsprozesse ab, die in der Folge Bewohner und Infrastrukturen gefährden können. Die Auswirkungen dieser Prozesse werden als Naturgefahren bezeichnet. Beispiele dafür sind Berg- und Felsstürze oder Steinschläge. In der vorliegenden Publikation wird aufgezeigt, wie viele Personen in der Schweiz durch solche Sturzereignisse zwischen 2002 und 2016 verletzt oder getötet wurden und wie hoch die Schäden in zeitlicher oder räumlicher Hinsicht waren.

Die Publikation widmet sich jedoch spezifisch dem Sturzereignis Steinschlag, da sich in den letzten 40 Jahren dort vor allem in Bezug auf Schutzmassnahmen viel verändert hat. In Heierli (1981) wird zum Beispiel angegeben, dass normale Schutznetze maximal 200 kJ Energie aufnehmen, und auch das nur, wenn die Masse gross (4000 kg) und die Geschwindigkeit dementsprechend klein (10 m/s) ist. Bei grösseren Geschwindigkeiten (14 m/s) und kleineren Massen (1000 kg) reduziert sich das Energieaufnahmevermögen gemäss dieser Publikation auf 100 kJ. Bei heutigen Schutzsystemen aus Drahtseil-Konstruktionen liegen die Werte inzwischen bei 8000 kJ für Steine mit Massen bis zu 25 000 kg und Geschwindigkeiten bis zu 25 m/s.

Der Autor verfolgte die Entwicklung von Schutznetzen hautnah, war er doch ab 1990 mit allen Schweizerischen Herstellern auf fast allen Versuchsanlagen präsent. Damals wollte die Eidgenössische Anstalt für das forstliche Versuchswesen EAFV (heute WSL) insbesondere wissen, wie schnell sich Steine im Gelände bewegen. Die Hersteller waren ihrerseits froh, wenn sie eine «offizielle» Geschwindigkeitsangabe erhielten, um die Belastung ihrer Netze zu beurteilen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung
  2. Sturzereignisse in der Schweiz
  3. Theoretische Grundlagen des Steinschlags
  4. Analyse von Ereignissen
  5. Falltests in Versuchsanlagen
  6. Typenprüfung von Schutznetzen
  7. Simulation von Steinschlag
  8. Weitere Experimente und Analysen
  9. Wichtigste Erkenntnisse
  10.  Referenzen

Anhänge A bis H: Die Anhänge C, D und E dienen dazu, die Geschwindigkeit in der Mitte einer Flugbahn zu bestimmen. Ausgehend von der Höhe einer Flugbahn lassen sich die schiefe Sprungweite und die Geschwindigkeit grafisch ermitteln. In den Anhängen F und G sind die einzelnen Resultate der Fallversuche auf Bodenschichten aufgelistet, und die Daten der Fallversuche auf Betonplatten sind im Anhang H aufgeführt.


 

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