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Schneesport

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Sportgeräte wie Ski und Rodel, aber auch Pistenmaschinen und Beschneiungsanlagen müssen im Schnee und bei hoher Kälte einwandfrei funktionieren. Unsere Schneekompetenz ist daher gefragt, um diese Produkte zu optimieren.

 

Wir beschäftigen uns mit der Produktion von technischem Schnee, mit Pistenpräparation und mit Gleiten und Carven auf Schnee. Besonders interessiert uns das Zusammenspiel zwischen dem Schnee, der Ausrüstung und den Athleten. Daneben arbeiten wir an speziellen Aufträgen für die Wintersportindustrie oder für Hersteller von Pistengeräten und Beschneiungsanlagen. Dabei nutzen wir die hauseigene Forschung zur Mikrostruktur von Schnee oder auch Schneedeckensimulationen, um Geräte und Anlagen für ihren Einsatz im Schnee zu optimieren. Unsere Forschungsprojekte werden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und den Sportverbänden (z.B. Swiss-Ski, Swiss Olympic) durchgeführt.

Gleiten und Carven

Aktuelle Ski unterscheiden sich von den „Spaghetti“-Ski der 1990er Jahre nicht nur in ihrer Form. Auch die Fahrtechniken des Gleitens und des Carvens und die jeweiligen Wechselwirkungen mit dem Schnee sind unterschiedlich.

Beim Gleiten berührt der Ski den Schnee nur an wenigen mikroskopisch kleinen Kontaktpunkten (ca. 6% der Gesamtfläche). Diese „wahre Kontaktfläche“ hängt von Schneehärte, -temperatur und dem Anpressdruck ab (Abb. 1). Während des Gleitens vergrössert sie sich aufgrund der Erwärmung und des fortlaufenden Abschmelzens der Kontaktpunkte an der Schneeoberfläche. Mit dem Schneetribometer können wir die Gleiteigenschaften von Skibelägen, Skifellen oder Kufen unter kontrollierten Bedingungen messen. Die wichtigsten physikalischen Prozesse zwischen Ski und Schnee werden in einem Computermodell beschrieben.

 

Beim Carven spielen vor allem die makroskopischen Eigenschaften des Schnees und des Systems Ski-Bindung eine wichtige Rolle. Die zentralen Fragen die den Kurvenradius bestimmen sind: „Wie sehr biegt sich der Ski durch?“ bzw. „Wie tief sinkt er ein?“ Mithilfe eines Prüfstands können wir die Interaktion zwischen Ski und Schnee in einer Kurvendurchfahrt simulieren (Abb. 2).

 

Themen

Pistenpräparation

Lange vorbei sind die Zeiten, als der Pistenschnee noch durch Ski gepresst wurde. Heute wird viel Aufwand in die Pisten gesteckt. Wir forschen und...

Technischer Schnee

Ohne Beschneiung wäre heute vielerorts kein Wintersport mehr denkbar. Doch das ist ressourcenintensiv. Wir untersuchen, wie sich dabei Energie und...

Snowfarming

Über den Sommer gelagerter Schnee ermöglicht es, unabhängig vom Wetter zu Beginn der Wintersaison Loipen, Pisten oder Sprungschanzen zu präparieren.

 

Weiterführende Informationen