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Schnee und Lawinen in den Schweizeralpen Winter 1967/68

Autoren
Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung
Erscheinungsjahr
1969
Reihe
Winterberichte des Eidg. Institutes für Schnee- und Lawinenforschung, Weissfluhjoch/Davos 32
Umfang
192 pp. Seiten
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Zitat:

Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung, 1969: Schnee und Lawinen in den Schweizeralpen Winter 1967/68. Winterberichte des Eidg. Institutes für Schnee- und Lawinenforschung, Weissfluhjoch/Davos, 32. Bern, Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale. 192 pp. p.

 

26.01.2018  |  News

 

In einer Veranstaltung blickt das SLF zusammen mit der Gemeinde Davos zurück auf die Lawinenkatastrophe am 26./27. Januar 1968.

 
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Durch den Lawinenniedergang „In den Arelen“, Davos Wolfgang vom 27. Januar 1968 zerstörtes Haus. Bild: E. Wengi, SLF
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Räumung auf Bahn und Strasse im Landwassertal (Davos). Die Breitzuglawine war von der rechten Talseite abgestürzt, hatte Bahn und Strasse meterhoch überdeckt sowie die beiden Tunneleingänge verschüttet und schliesslich am Gegenhang erheblichen Waldschaden verursacht. Bild: E. Wengi, SLF
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Die mit Abstand grösste Schadenlawine, Abgang 26. Januar 1968 um 22.40 Uhr, ging von der Ostflanke des Schiahorns nieder. Sie zerstörte die Brücke der Parsennbahn über den Dorfbach, richtete in den Dorfteilen Auf der Egga/Auf den Böden grosse Schäden an und stiess bis zur heutigen Dorfstrasse vor. Die Lawine forderte vier Todesopfer. Bild: E. Wengi, SLF
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Durch die Dorfbachlawine vom 26. Januar 1968 zerstörtes Haus auf der Egga. Bild: E. Wengi, SLF
 

Fünfzig Jahre sind vergangen seit den verheerenden Lawinenniedergängen am 26. und 27. Januar 1968 in Davos. Insgesamt verursachten  41 Lawinenabgänge Schäden, wobei bei 6 Lawinenniedergängen Menschen verschüttet wurden. Im Siedlungsgebiet von Davos starben 13 Menschen in Lawinen. 51 Wohnhäuser und 14 Ställe sowie 11 ha Wald wurden zerstört oder beschädigt. Die mit Abstand grösste Schadenlawine war die Dorfbachlawine. Weitere verheerende Lawinen waren die Niedergänge „In den Arelen“ in Davos Wolfgang, die Bildjibachlawine oder auch die Lawine vom Brämabüel in die Dunkle Säge. Umgerissene Strommasten verursachten Stromunterbrechungen, die Parsennbahn erlitt Schäden, die Rhätische Bahn wurde an neun Stellen, die Kantonsstrasse durch 11 Lawinen unterbrochen. Davos war während drei Tagen praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten. Wenige Helikopterflüge erledigten den dringendsten Personen- und Warenverkehr. Die Katastrophe war aus damaliger Sicht in ihrer Art und Auswirkung für Schweizer Verhältnisse einmalig. Auch aus heutiger Sicht ist die örtliche und zeitliche Konzentration von teilweise unbekannten oder sehr selten auftretenden Lawinen mit grosser Schadenwirkung sehr bemerkenswert, am ehesten vergleichbar mit den verheerenden Lawinenniedergängen im Februar 1999 im Paznauntal (Tirol).

Seitdem haben Bund, Kanton und Gemeinde umfassende Investitionen getätigt, um Davos besser vor Lawinen zu schützen. Davon zeugen die 390 m lange Lawinengalerie am See und der Lawinendamm im Parsenngebiet unterhalb des Schiahorns, die umfassende Gefahrenzonierung, Installationen zur künstlichen Lawinenauslösung, die Massnahmenplanung des Gemeindelawinendienstes und vieles mehr.

Das SLF und die Gemeinde Davos laden alle Interessierten herzlich ein zu einer Veranstaltung am Dienstag, 6. Februar 2018, 20 Uhr im Kongresshaus (Saal Aspen), um auf die Lawinenkatastrophe zurück zu blicken. Thomas Stucki (Leiter Lawinenwarndienst, SLF) schildert die damaligen Ereignisse und Stefan Margreth  (Leiter Schutzmassnahmen, SLF) fasst zusammen, was seitdem in Sachen Lawinenschutz unternommen wurde. Hanspeter Hefti (Gemeindelawinendienst) zeigt auf, wie Davos heute aufgestellt ist, um eine ähnliche Situation möglichst zu verhindern. Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnisse während der Tage der Lawinenkatastrophe.

Der Eintritt ist frei.

Programm: Dienstag, 6. Februar 2018, 20 – 21.30 Uhr, Kongresszentrum, Saal Aspen

Eröffnung und Begrüssung

Film Wochenschau

Tarzisius Caviezel, Landammann Davos
Jürg Schweizer, Leiter SLF

Die Lawinenkatastrophe 1968

 

Thomas Stucki, Leiter Lawinenwarndienst, SLF

Geschichte des Lawinenverbaus Davos

Stefan Margreth, Leiter Forschungsgruppe Schutzmassnahmen, SLF

Lawinendienst Davos

Hanspeter Hefti, Leiter Gemeindelawinendienst, Davos

Podium: Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnissen 

 

Moderation: Birgit Ottmer, Leiterin Kommunikation WSL/SLF

Diskussion und Fragen aus dem Publikum

 

Moderation: Birgit Ottmer, Leiterin Kommunikation WSL/SLF

 

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