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Ausserordentliche Schnee- und Lawinenlage - Sonntag, 18:00h

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Gebietsweise herrscht sehr grosse Lawinengefahr in den Schweizer Alpen.

 

Seit Samstagabend schneit es in den Bergen anhaltend und ergiebig. Bis am Sonntagnachmittag fielen entlang des nördlichen Alpenhauptkamms verbreitet bis zu 60 cm Schnee. Die intensiven Niederschläge dauern in der Nacht und am Montag an. Bis am Montagabend fallen vom östlichen Berner Oberland bis in den Alpstein, im nördlichen Oberwallis und in der Silvretta weitere 60 bis 100 cm Schnee.

Im Nordosten ist bereits in den letzten gut zwei Wochen teilweise aussergewöhnlich viel Schnee gefallen. Dort sind die Schneehöhen für die Jahreszeit überdurchschnittlich, d.h. es liegt verbreitet das 1.5- bis zweifache der sonst üblichen Schneemengen.

Das SLF stuft die Lawinengefahr für Montag, 14. Januar in folgenden Gebieten mit der höchsten Gefahrenstufe (5, „sehr gross“) ein:

  • Am Alpennordhang vom östlichen Berner Oberland bis ins Glarnerland
  • Silvretta

Diese Gefahrenstufe herrscht nur sehr selten. Grossflächig wurde sie das letzte Mal im Januar 2018 und davor im Lawinenwinter 1999 herausgegeben. Es werden viele, zum Teil auch extrem grosse Lawinen erwartet. Diese können bis weit in die Täler vorstossen. Sie können auch selten gefährdete Verkehrswege und Gebäude erreichen. Die Weisungen von Behörden und lokalen Sicherheitsdiensten sind unbedingt zu beachten.

In vielen weiteren Gebieten gilt die Gefahrenstufe 4 (gross). Auch dort herrschen sehr kritische Verhältnisse. Exponierte Verkehrswege und einzelne Gebäude können gefährdet sein.

In allen betroffenen Gebieten wird von Schneesport abseits gesicherter Pisten abgeraten.

Mit dem Ende der Niederschläge wird sich die Lawinensituation ab Dienstag allmählich beruhigen. Das nächste Lawinenbulletin erscheint am Montag, 14. Januar 2019 um 08:00h.

Wichtige weitere Informationen:

Das vollständige Lawinenbulletin

Naturgefahrenbulletin

Was die Lawinengefahrenstufen bedeuten

Beschreibung von Lawinengrössen