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Verdientes Direktionsmitglied tritt zurück

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Fast fünfzehn Jahre lang war Niklaus Zimmermann Mitglied der Direktion. Nun tritt der profilierte Forscher von dieser Funktion zurück. Er erlebte bewegte Zeiten mit und prägte die WSL mit seinem kompromisslosen Einsatz für Wissenschaftlichkeit in Forschung und Umsetzung.

 

Mit Niklaus Zimmermann tritt das dienstälteste Mitglied aus der WSL-Direktion zurück. Zimmermann wurde während einer umfassenden Reorganisation der WSL im Jahr 2006 vom ETH-Rat gewählt. Die Direktion bestand damals vorübergehend nur aus dem interimistischen Direktor und dessen Stellvertreter, die beide keinen starken Forschungshintergrund aufwiesen. So fiel dem weltweit anerkannten Wissenschafter Zimmermann die Rolle zu, die Forschung zu vertreten oder wo nötig zu verteidigen. Der aktuelle WSL-Direktor Konrad Steffen betont denn auch: «Seine wissenschaftliche Exzellenz und sein kompromissloser Einsatz für gute Wissenschaft zeichnen Niklaus Zimmermann aus.» Zimmermann selber meint: «Es verstehen nie alle Direktionsmitglieder von allen Geschäften gleich viel. Sicher habe ich Entscheide zum Beispiel zur Steuerung der Forschung stärker geprägt als anderes.»

 

Die WSL hat sich in der Direktions-Zeit von Niklaus Zimmermann stark entwickelt. So mussten nach der Reorganisation von 2006, bei der fast alle Kaderstellen neu besetzt und die damaligen Abläufe über den Haufen geworfen wurden, alle Prozesse und Strukturen neu definiert werden. «Direktionssitzungen dauerten in meiner Anfangszeit manchmal bis zu 14 Stunden», erzählt Zimmermann. «Nach und nach haben wir aber klare Prozesse und Regeln eingeführt und wissenschaftliche Mitarbeitende im Direktionsstab angestellt. So sind wir heute professionell aufgestellt.» Das gilt nicht nur für die Direktion, sondern für die ganze WSL. Zimmermann erinnert sich, dass der Präsident des ETH-Rats in den Zweitausender-Jahren die WSL immer wieder aufgefordert hat, vermehrt in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften zu publizieren. Er erstellte aus den Jahresberichten aller Institutionen des ETH-Bereichs eine Statistik zur Publikationstätigkeit. Und siehe da: Die WSL publizierte schon gut – und seither steigen diese Kennzahlen Jahr für Jahr weiter.

 

Den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Niklaus Zimmermann setzte sich in der Direktion stets für die Förderung von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern ein, die am Anfang ihrer Karriere stehen. «Doktorierende haben Niklaus Zimmermann vieles zu verdanken», würdigt dies Direktor Konrad Steffen – was zum exzellenten wissenschaftlichen Ruf der WSL beiträgt, denn die jungen Forscherinnen und Forscher sind nicht nur wichtige Botschafter, sondern treiben vor allem auch die Forschung voran. «Heute sind wir ein modernes, international ausgerichtetes Forschungsinstitut, das auch die Umsetzung pflegt. Der Wandel ging nicht ohne Reibungen, aber alle WSL-Mitarbeitende haben hier einen unglaublichen Beitrag geleistet», blickt Zimmermann zurück.

Niklaus Zimmermann tritt zwar aus der Direktion zurück, bleibt der WSL aber erhalten. Als wissenschaftlicher Leiter des neuen Forschungsprogramms «Extremes», das sich gerade im Aufbau befindet, wird er den Fokus nochmals stärker auf die eigene Forschung legen. «Darauf freue ich mich. Der WSL wird es auch gut gehen, wenn ich nicht in der Direktion bin. Denn alle ihre Mitglieder arbeiten für das Wohl der gesamten WSL.»

 
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Niklaus Zimmermann (ganz links) während eines Besuchs von Bundesrat Johann Schneider-Ammann an der WSL im Jahr 2014 (Foto: NIKKOLROT/WSL)
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Niklaus Zimmermann (5. von links) im Kreise der erweiterten Direktion 2015 (Foto: Gottardo Pestalozzi, WSL)
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Das Advisory Board der WSL und die Direktion 2014 - Niklaus Zimmermann aussen rechts (Foto: Gottardo Pestalozzi, WSL)
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Niklaus Zimmermann bei der Feldarbeit in Südafrika. Foto: Rafi Wüest (WSL)
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Feldarbeit in Südafrika. Foto: Rafi Wüest (WSL)
 

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