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Wochenbericht 01. - 13. Dezember 2018

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Jetzt ist’s auch im Norden Winter

Nachdem bereits im Oktober und November der Alpensüdhang in höheren Lagen eingeschneit worden war, brachten zwei Niederschlagsperioden den Gebieten nördlich das Alpenhauptkammes viel Schnee. Damit war auch im Norden der Winter lanciert.

 

 

 
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Zum Monatsstart sind die Überreste der alten Installation des Super St Bernard (2750 m, Gde St Bernard, VS) dick mit Rauheis bedeckt (Foto: G. Cheseaux, 01.12.2018).
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Blick vom Aufstieg Richtung Pizzo dell’Uomo (Lukmanierpass, Quinto, TI) Richtung Süden ins obere Valle Santa Maria am Montag, 03.12. In der Passlage (knapp 2000 m) lag noch wenig Schnee. Im Mittel- und Hintergrund sind die Nordhänge oberhalb etwa 2200 m schon gut eingeschneit (Foto: M. Kreiliger).
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Am Morgen des Dienstags, 04.12. war der Schnee auf dem Theodulgletscher (Zermatt, VS) noch pulvirg. Mit auffrischendem West-Nordwestwind entstand Triebschnee, welcher sind sodann spontan löste oder durch Skifahrer ausgelöst wurde. Das Foto zeigt eine kleine Schneebrettlawine (Grösse 1) an einem Nordosthang auf knapp 3300 m (Foto: P. Degonda).
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Aufstieg im Ost-Nordosthang zum Bel Oiseau (Finhaut, VS) am Mittwoch, 05.12. Der eben traversierte Lawinenkegel stammt von einer Lawine, die in der Nacht vom Montag, 03.12. auf den Dienstag, 04.12. abgegangen ist. Höhenlage ca. 2450 m. Im Hintergrund links ragt der Grand Combin (4314 m) aus den Wolken, rechts ist die Aiguille du Tour (3540 m) an der Grenze zu Frankreich zu sehen (Foto: J.-L. Lugon).
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Im Aufstieg zum Pizzo Forno (2907 m, Faido, TI) mit Blick zum Pizzo Barone (2864 m). Südhänge waren verkrustet, wobei die Kruste erst oberhalb von 2400 m tragfähig war (Foto: N. Barudoni, 07.12.2018).
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Am Freitag, 07.12. wurden an der Aiguille des Angrionettes (Val Ferret, CH) an einem Süd-, Ost- und Nordhang je eine Schneebrettlawine fernausgelöst. Es wurde niemand erfasst (Foto: Th. Ammann).
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Stürmischer Westwind in der Höhe des Berninagebietes (Engadin, GR) verfrachtet den Schnee intensiv (Foto: J.-A. Bisaz, 08.12.2018).
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Endlich schneit‘s auch im Tal …! (Foto: SLF/Th. Stucki, 09.12.2018, Davos Glars, 1500 m).
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Mit dem Gasex (Installation links im Bild) wurde am Montag, 10.12. diese grosse Lawine am Bälgrat („Gratlawine“, Belalp, VS) ausgelöst. Das Foto wurde am Mittwoch, 12.12. aufgenommen. In den Kammlagen im Hintergrund wird Schnee verfrachtet (Foto: P. Schwitter).
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Böschungsrutsch in Braunwald auf rund 1400 m. Am Horizont sind Verbauungen gegen das Schneegleiten (Dreibeinböcke) zu erkennen. Sie sollen das Schneegleiten und grössere Gleitschneelawinen verhindern (Foto: A. Hostettler, 11.12.2018).
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Auch am Alpensüdhang waren Schneefahnen zu beobachten, wie hier oberhalb des Ritom-Sees am Poncione Pro do Rodùc (2507 m) und am Pécianett (2764 m, Quinto) (Foto: Giorgio Valenti, 11.12.2018).
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Auch im Jura wurde es winterlich. An diesem Weidepfahl bildete sich in der Nacht vom Sonntag, 09.12. auf den Montag, 10.13. Rauheis. Der Wind wehte im Bild von rechts nach links (Foto: J.-P. Wagnier).
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Auf der Ostseite des Wendenhorns (3022 m, Wassen, UR) löste sich wahrscheinlich am Montag, 10.11. oder Dienstag, 11.12. eine grössere Schneebrettlawine (Foto: S. Baumann).
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Diese Schneebrettlawine wurde am Mittwochnachmittag, 12.12. am Südwesthang des P. Belvair (2821 m, Zuoz, GR) auf ca. 2600 m wahrscheinlich durch die Skitourenfahrer fernausgelöst (Foto: A. Möckli).
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Am Mittwoch, 12.12. durch Sprengung ausgelöste Schneebrettlawine am Südwesthang des Col des Outannes (Mont Bonvin, Crans-Montana, VS) auf ca. 2800 m. Der Beobachter schreibt: „Es gab noch ein paar andere, kleinere Abgänge, aber nichts gravierendes. Von spontanen Lawinen während des Sturmes habe ich nichts gehört.“
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Gute Sprengerfolge wurden im Skigebiet von Zermatt erzielt. Die Folgen des starken Windes sind gut zu erkennen. Grate und Rücken sind blankgefegt, auf der windabgekehrten Seite liegt Triebschnee. Dieser wurde hier im Bild ausgelöst (Foto: N. Rubin, 13.12.2018).
 

Wetter und Schneesituation

Die erste Hälfte des Dezembers war geprägt von zwei Niederschlagsperioden mit kräftigem Wind aus West und Nordwest. Nach der ersten Niederschlagsperiode (1) mit einer Nullgradgrenze zum Schluss knapp unter 2000 m  (bis Dienstag, 04.12., Schneefallgrenze 1400 bis 1700 m) kletterte sie bis am Freitag, 07.12. nochmals auf rund 3000 m (2). Der anschliessende Kaltlufteinbruch mit Sturm und Niederschlag brachte ergiebig, verbreitet und – nach einem erneuten Anstieg der Nullgradgrenze auf knapp 2000 m (Schneefallgrenze 1500 bis 1800 m) – zum Schluss bis in tiefe Lagen Schnee (bis Montag, 10.12) (vgl. Abbildung 1) (3). Die letzten zwei Tage waren mehrheitlich sonnig, aber kalt (4).

 

Im Folgenden sind die Perioden (1) bis (4) (vgl. Abbildung 1) beschrieben.

 

Sonntag, 02. bis Dienstag, 04. Dezember: im Norden in der Höhe viel Neuschnee (Periode 1)

Auf einen meist sonnigen Samstag, 01.12. folge die erste, sehr dynamische Wetterphase. Im Norden war es stark bewölkt, am Montag tagsüber im Tessin und in Graubünden, am Dienstag ganz im Süden teils sonnig. Der Westwind blies mässig bis stark. Von der Nacht auf Sonntag bis am Mittwochmorgen, 05.12. fiel der, in Abbildung 2 dargestellte flüssige Niederschlag. Entsprechend können die Millimeter Regen oberhalb von rund 2500 m als Zentimeter Neuschnee angenähert werden. Die grössten Niederschlagsmengen fielen am grossflächigsten in den Gebieten östlich der Reuss (in den Schwyzer, Glarner und St. Galler Alpen). Vom mittleren und südlichen Tesssin über das Moesano und Bergell bis ins Puschlav waren die Niederschlagsmengen gering oder es blieb sogar trocken.

 

Die Schneefallgrenze lag im Norden zunächst zwischen 2000 und 2400 m, im Westen zeitweise sogar noch höher. Am Alpensüdhang lag sie mit 1200 bis 2000 m etwas tiefer. Erst am Dienstag sank die Schneefallgrenze im Norden auf 1400 bis 1700 m. Damit schneite es oberhalb von rund 2500 m:

  • westlichstes Unterwallis, nördliches Wallis, zentrales Oberwallis, Goms, Glarner Alpen: 60 bis 90 cm
  • übriges südliches Wallis, übriger Alpennordhang, übriges Gotthardgebiet, Nordbünden, nördliches Unterengadin: 30 bis 60 cm
  • übriges nördliches Tessin, Mittelbünden ohne Gotthardgebiet, südliches Unterengadin, Münstertal: 15 bis 30 cm
  • sonst wenige Zentimeter
 

Mittwoch, 05.12. bis Freitag, 07.12.: Kurze Pause (Periode 2)

Vom Mittwoch bis zum Freitag war es teilweise sonnig und allmählich wieder wärmer (vgl. Abbildung 3). Am Mittwoch und Donnerstag überwogen im Norden Wolken, im Süden war es bereits sonniger. Am Freitag war es dann tagsüber auch im Norden meist sonnig und mild mit einer Nullgradgrenze bei 3000 m. Der Wind kam in der Höhe allerdings nicht zur Ruhe und blies vor allem am Alpennordhang an exponierten Lagen immer mal wieder stark.

 

Samstag, 08.12. bis Montag, 10.12.: Mit Sturm und viel Neuschnee kehrt nun auch im Norden der Winter ein (Periode 3)

Bereits am Freitagnachmittag näherte sich die nächste Kaltfront und bildete den Auftakt dieser sehr dynamischen Periode. Am Samstag blieb es nur noch im Engadin sowie im mittleren und südlichen Tessin ziemlich sonnig, am Sonntag und Montag dann nur noch ganz im Süden. Sonst war es stark bewölkt. Der Wind blies stark bis stürmisch aus westlichen Richtungen mit der  intensivsten Phase am Sonntag, 09.12. (vgl. Abbildung 4), und griff bis in mittlere oder sogar tiefe Lagen durch. Im Mittelland wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag oder am Sonntagvormittag verbreitet Böen zwischen 80 und 100 km/h, in einigen Alpentälern gar bis knapp 120 km/h gemessen. Auf den Berggipfeln erreichten die Böenspitzen 130 bis 165 km/h (Quelle: MeteoSchweiz). In der Nacht zum Montag drehte der Wind auf Nordwest und zog sich in die höheren Lagen zurück. Etwas verschont vom Sturm blieben, wie üblich bei Westlagen,  bis am Montag das Tessin und Graubünden.

 

Zur Freude aller Schneefans und Wintertourismusdestinationen hatte der Sturm auch eine ordentliche Ladung Schnee im Gepäck. Am Samstag lag die Schneefallgrenze bei rund 1000 m, stieg dann aber auf den Sonntag nochmals auf  1500 bis 1800 m an. Im Tagesverlauf  sank sie dann aber wieder und  fiel ab dem Montag unter 1000 m. Damit konnte sich nicht nur in hohen, sondern auch in mittleren Lagen eine Schneedecke bilden. Über das ganze Niederschlagsereignis vom Freitagabend bis Dienstagmorgen fielen oberhalb von 1800 m die in Abbildung 5 dargestellten Neuschneemengen. Am meisten Schnee fiel im nördlichen und westlichsten Unterwallis sowie vom Reusstal bis in die St. Galler Alpen und im Samnaun mit 100 bis 160 cm. Sonst fielen am Alpennordhang , im nördlichen Oberwallis, im Gotthardgebiet, in Nord- und Mittelbünden und in den nördlichen Teilen des Unterengadins verbreitet 75 bis 100 cm. Im übrigen Wallis fiel verbreitet ein guter halber Meter Schnee, im Tessin und im Engadin nahm die Neuschneemenge nach Süden hin markant ab.

 

Die intensivste Phase war vom Sonntag auf den Montag (vgl. Abbildung 6).

 
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Abb. 6/1: 1-Tages Neuschneesumme am Samstagmorgen, 08.12., berechnet aus Radar- und Stationsdaten mit INCA (integrated nowcasting through comprehensive analysis) durch MeteoSchweiz. Am meisten Niederschlag fiel im westlichsten und nördlichen Unterwallis mit 10 bis 25 cm.
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Abb. 6/2: 1-Tages Neuschneesumme am Sonntagmorgen, 09.12., berechnet aus Radar- und Stationsdaten mit INCA (integrated nowcasting through comprehensive analysis) durch MeteoSchweiz. Entlang des Nördlichen Alpenkammes fiel am meisten Schnee mit 20 bis 35 cm.
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Abb. 6/3: 1-Tages Neuschneesumme am Montagmorgen, 10.12., berechnet aus Radar- und Stationsdaten mit INCA (integrated nowcasting through comprehensive analysis) durch MeteoSchweiz. Die intensivste Phase war in der Nacht vom Sonntag auf den Montag. Im westlichsten Unterwallis und am Nördlichen Alpenkamm fiel ein guter halber Meter Neuschnee in 24 Stunden. Die Niederschläge drückten auch weit nach Mittelbünden hinein. Auch im Jura schneite es 10 bis 30 cm.
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Abb. 6/4: 1-Tages Neuschneesumme am Dienstagmorgen, 11.12., berechnet aus Radar- und Stationsdaten mit INCA (integrated nowcasting through comprehensive analysis) durch MeteoSchweiz. Erneut erhielten der Nördliche Alpenkamm sowie Nord- und Mittelbünden mit verbreitet 15 bis 30 cm am meisten Schnee.
 

Mittwoch, 12.12. und Donnerstag, 13.12.: In den Bergen verbreitet eitel Freude Sonnenschein (Periode 4)

Am Mittwoch war es in den Bergen sonnig (vgl. Abbildung 7), am Donnerstag nur noch nördlich des Alpenhauptkammes. Im Tagesverlauf zogen aus Westen Wolken auf. Im Süden war es am Donnerstag bedeckt mit wenig Niederschlag. Am Donnerstag wehte der Wind zeitweise mässig bis stark aus südlichen Richtungen.

 

Schneedecke und Lawinensituation

Anfangs Dezember  lag am Alpenhauptkamm vom Matterhorn bis ins Berninagebiet und südlich davon oberhalb von rund 2000 m eine schon dicke, meist gut verfestigte und stabile Schneedecke (vgl. Abbildung  11 im Monatsbericht November). Vor allem an windgeschützten Nordhängen war die Schneeoberfläche teils aufbauend umgewandelt. Dasselbe galt für die Nordhänge oberhalb von rund 2400 m bis 2700 m der anderen Gebiete, wo erst in dieser Höhenlage eine zusammenhängende Schneedecke vorhanden war. In Höhenlagen darunter ebenso wie an Südhängen bis in hohe Lagen lag dort nur sehr wenig oder kein Schnee. Entsprechend war die Lawinensituation mehrheitlich günstig und Gefahrenstellen lagen vor allem an Nordhängen oberhalb 2400 m oder noch höher (vgl. Gefahrenentwicklung unten).

 

Weil erst verhältnismässig wenige Personen im Schnee unterwegs waren (Skitourenmöglichkeiten noch sehr eingeschränkt, nur wenige Bergbahnen offen) standen dem Lawinenwarndienst erst wenige Informationen aus dem Gelände zur Verfügung, was sowohl die Prognose als auch deren Überprüfung erschwerte. Darauf wurde in den Lawinenbulletins zum Monatswechsel aufmerksam gemacht mit dem Hinweis, die Situation vor Ort besonders gründlich zu überprüfen. Umso erfreulicher war es, dass wegen dieses Hinweises zusätzlichen Informationen über das Rückmeldetool in der WhiteRiskApp resp. Webseite eingingen - herzlichen Dank dafür ! Generell ermöglichen uns Rückmeldungen zur Schneedecke, Schneequalität oder zu Lawinenabgängen ein besseres Bild der aktuellen Situation. Diesmal war unter den Meldungen sogar ein Extra-Schneeprofil dabei (vgl. Abbildung 8).

 

Schneedeckenuntersuchungen mit Stabilitätstests im Raum Davos im Rahmen eines SLF-Kurses Schnee und Lawinen am Dienstag, 04.12. und Donnerstag, 06.12. zeigten in Nordhängen oberhalb von etwa 2400 m  zum Teil eine hohe Auslösebereitschaft am Übergang von den älteren Schneeschichten zum Neuschnee oder innerhalb der Neu- und Triebschneeschichten (vgl. Abbildung 9). Zudem wurden häufig Wummgeräusche beobachtet. Diese Resultate passten gut zum oben beschriebenen Zustand der Schneedecke anfangs Dezember, insbesondere auch an Nordhängen.

 

Vom beschriebenen Schneedeckenzustand ausgehend erfolgte dann für die zwei, gebietsweise ergiebigen Niedeschlagsperioden mit Sturm ein prognostizierter, markanter Anstieg der Lawinengefahr (vgl. Gefahrenentwicklung unten). Aufgrund der bis am Donnerstag, 13.12. zur Verfügung stehenden Informationen zu schliessen:

  • wurde die Instabilität der Schwachschichten wahrscheinlich überschätzt (Stabilität und flächige Verbreitung). Es wurden nur wenige (35) spontane Lawinen gemeldet (08.12. bis 11.12.).
  • wurde die Grösse der Lawinen überschätzt, d.h. sehr grosse Lawinen (Grösse 4) wurde nur eine spontane gemeldet. Sonst waren 9 als kleine, 23 als mittlere und 2 als grosse spontane Lawinen klassiert.
  • wurde nur eine Personenlawine gemeldet (Verbier) (Grösse 3), wobei eine Person erfasst wurde
  • war die Stufe 4 (gross) höchstens gebietsweise am Montag, 10.12. und nur das Schneesportgelände betreffend erreicht

Des weiteren hat sich die Situation dadurch eher günstig entwickelt, als die Temperatur während dem Hauptniederschlag allmählich abgenommen hat und die jüngsten Schichten trotz starkem Wind locker abgelagert wurden.

Während und nach dem Starkschneefall wurden Lawinen künstlich ausgelöst. Dabei entstanden oft grosse oder sogar sehr grosse Lawinen (vgl. Abbildung 10), häufig waren die Sprengungen aber auch erfolglos.

 

Nach der zweiten Sturm- und Niederschlagsperiode waren oberhalb der Waldgrenze Kuppen, Grate und Rücken oft abgeblasen, in windgeschütztem Gelände lag viel Schnee. Die mächtigen Neu- und Triebschneeschichten setzten und verfestigten sich. Schwächere Schichten, welche vor allem an Nordhängen oberhalb von rund 2400 m in der Schneedecke eingelagert und in Abbildung 11 rot dargestellt sind, waren vor allem bei dünner Überdeckung noch als ungünstig zu beurteilen.

 

Am Donnerstag, 13.12. lag auf 2000 m in den meisten Gebieten ein halber Meter oder mehr Schnee, vom Bedretto bis in die Urner und Glarner Alpen sogar 120 bis 200 cm. Im Vergleich zum langjährigen Mittel schnitten die Waadtländer und Freiburger Alpen und Teile des Unterwallis sowie Nord- und Mittelbünden sowie das Unterengadin am besten ab. Dort waren die Schneehöhen für die Jahreszeit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

 

Lawinenunfälle

In dieser Berichtswoche wurden dem SLF bis Redaktionsschluss zwei Lawinen mit einer erfassten Person gemeldet:

  • Am Samstag, 08.12. lösten zwei Personen in der Abfahrt am Pizzin (2732 m, Celerina, GR) an einem extrem steilen Nordosthang eine kleine Lawine aus. Dabei wurde eine Person erfasst.
  • Am Dienstag, 11.12. löste eine Person am Col de la Mouche (Verbier, VS) an einem Nordosthang eine grosse Schneebrettlawine aus und wurde erfasst.

 

 

 

 

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Gefahrenentwicklung

Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.

 

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