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Wochenbericht 01. Juli - 31. Juli 2018

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Trockenheit und Hitze – der schneereiche Winter ist Vergangenheit

Der Juli war, wie bereits die drei vorhergehenden Monate, warm und erneut zu trocken. Die Nullgradgrenze sank selten unter 3500 m (vgl. Abbildung 2). Schnee fiel nur auf den allerhöchsten Gipfeln. Dementsprechend schritt die Ausaperung auch im Hochgebirge voran (vgl. Abbildung 1). Lawinen wurden keine gemeldet.

 

 

 
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Blick von der Glecksteinhütte (2316 m, Grindelwald/BE) ins Schreckhorngebiet (Foto: L. Eberhard/SLF, 11.07.2018)
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Allerletzte Lawinenablagerungen finden sich noch unterhalb der Nordwesthänge der Gipshorn (2813 m) - Büelenhorn (2806 m, ausserhalb Bildrand) - Kette (Foto: SLF/M. Phillips).
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Sonne und trockene Luft führen zu einer Büsserschnee-artigen Schneeoberfläche, wie man sie sonst eher in den Hochgebirgsregionen in den Anden kennt (Lischana-Gebiet, Scuol/GR, Foto: A. Schmidt, 12.07.2018).
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Roter Schnee am Flüelapass (GR). Die ausgeprägte Färbung entsteht durch Schneealgen, welche während des Sommers in langsam abtauenden Schneefeldern leben (Foto: SLF/M.Phillips, 13.07.2018).
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Eine geschlossene Schneedecke lag Ende Juli nur noch in den allerhöchsten, nordseitigen Lagen der Alpen, wie hier in der vergletschertetn Nordflanke des Dom (4545 m, Randa/VS; Foto: U. Laber, 23.07.2018).
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Morgenstimmung in der Nähe des Windjoch (3847 m, Randa/VS) mit dem Ulrichshorn (3924 m, Foto: U. Laber, 23.07.2018).
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Im Tobel des Tersolbaches (Pfäfers, SG) nördlich von Vättis sind zwischen 1700 und 1800 m noch etliche Kubikmeter Lawinenschnee eingelagert - wieviel davon überdauert wohl den Sommer? Hier heissen Flurnamen nicht zufällig "Schneeflucht" und "Laubleisi" (Foto: SLF/T. Stucki, 28.07.2018).
 

Wetter und Schnee

Mit viel Sonne war der Juli in tiefen Lagen heiss und trocken. Die Meteorologen sprachen gar von einem der trockensten Juli seit Messbeginn, und von der viertniederschlagsärmsten und wärmsten Viermonatsphase April bis Juli seit Messbeginn 1864.

Aber auch in den Alpen spürte man die Wärme. So lag die Nullgradgrenze während des ganzen Monats über 3000 m, zeitweise kletterte sie gar auf rund 5000 m (bspw. Anfang Juli, vgl. Abbildung 2). Vor allem Gewitter brachten gebietsweise Niederschläge. Schnee fiel dabei nur auf den allerhöchsten Gipfeln. Nennenswerte Niederschlagsereignisse im Alpenraum waren:

  • 4. bis 6. Juli: Im östlichen Graubünden fiel 15 bis 30 mm Niederschlag. Die Schneefallgrenze sank zeitweise gegen 2900 m.
  • 15. Juli: Im Berner Oberland fiel 20 bis 40 mm Niederschlag, oberhalb von 3200 m teils als Schnee.
  • 20. Juli: Im mittleren und südlichen Graubünden fiel 20 bis 40 mm Niederschlag. Die Schneefallgrenze lag kurzzeitig bei rund 3000 m.
 

 

 

 

Wärme und Trockenheit begünstigten das weitere rasche Abschmelzen und Ausapern in hohen Lagen (vgl. Abbildung 3) und im Hochgebirge (vgl. Abbildungen 4 und 5). Besonders gut lässt sich die Ausaperung auf Satellitenbildern erkennen (Abbildung 6). Vom schneereichen Winter 2017/18 war kaum noch etwas zu sehen, abgesehen von Spuren der zum Teil grossen Lawinen. Mancherorts wurden gar Massnahmen ergriffen, welche das allzu rasche Abschmelzen der Schneedecke verzögern sollten (vgl. Abbildung 7).

 

 

 

 
 
 
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Abb. 6a: Blick auf die Berge nördlich des Walliser Haupttales zwischen Lötschental (links) und Massaschlucht (rechts, mit dem kleinen Stausee). Im Hochgebirge finden sich noch grössere schneebedeckte Flächen. In den Tälern, wie im Gredetsch- und im Baltschiedertal (leichts rechts der Bildmitte sowie Bildmitte) sind mächtige Lawinenablagerungen sichtbar (Foto: Copernicus Sentinel Data 2018, aufgenommen am 01.07.2018).
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Abb. 6b: Drei Wochen später war von den Lawinenablagerungen im Tal nur noch stellenweise etwas sichtbar. Auch im Hochgebirge waren die schneebedeckten Flächen markant kleiner (Foto: Copernicus Sentinel Data 2018, aufgenommen am 21.07.2018).
 
 
 

Spuren der grossen Lawinenaktivität vom Januar 2018 fanden sich allerdings noch an einigen Orten - in Form von mächtigen Lawinenablagerungen (vgl. Abbildung 8) oder sichtbaren Schäden, welche Lawinen an Wald und Flur verursacht hatten (vgl. Abbildung 9).

 
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Abb. 8a: Mancherorts lagen Mitte Juli teils noch mächtige Lawinenablagerungen, wie hier auf rund 1500 m im Baltschiedertal (VS, Foto. L. Eberhard/SLF, 16.07.2018). Siehe dazu auch die Satellitenaufnahmen (Abbildung 6).
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Abb. 8b: Mancherorts lagen Mitte Juli teils noch mächtige Lawinenablagerungen, wie hier auf rund 1500 m im Baltschiedertal (VS, Foto. L. Eberhard/SLF, 16.07.2018).
 
 

Lawinenunfälle

Dem SLF wurden keine Lawinenabgänge gemeldet.

 
 
 

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