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Wochenbericht 01. September - 30. September 2018

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Oft sonnig, extrem warm und trocken

Der September war extrem mild, oft sonnig und in den meisten Regionen viel zu trocken (siehe auch Blog von MeteoSchweiz). Schnee und Lawinengefahr waren vor allem zu Beginn des Monats ein Thema, als an den höchsten Gipfeln des Hochgebirges der Ostschweiz und Graubündens bis zu 80 cm Schnee fielen. Ansonsten waren viele Gletscher und weite Teile des Hochgebirges auch im September aper (siehe Bildstrecke).

 
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Saisonschluss. Die Konkordiahütte (2850 m, Fieschertal, VS) ist bereit für den Winter. Die Umgebung war aber noch gezeichnet von einem sehr warmen und trockenen Sommer. Nur oberhalb von rund 3200 m lag eine mehr oder weniger zusammenhängende Schneedecke (Foto: Webcam Konkordiahütte, 28.09.2018).
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Blick aus den Engelhörnern Richtung Tossen (3144 m, Innertkirchen, BE), Rosenhorn (3688 m, Grindelwald, BE), Mittelhorn (3703 m, Grindelwald, BE) und Wellhorn (3191 m, Meiringen). Auch auf dem nordexponierten Rosenlouwigletscher lag erst oberhalb von rund 3000 m eine zusammenhängende Schneedecke (Foto: SLF/L. Eberhard, 08.09.2018).
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In der Nordflanke der Cima dal Cantun (3351 m, Bregaglia, GR) und auf dem oberen Teil des Vadrec dal Cantun lag noch etwas Schnee des Schneefalls von Anfang September (Foto: SLF/F. Techel, 09.09.2018).
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Blockgletscher nördlich des Lai da Sesvenna (Scuol, GR). Bei einem Blockgletscher handelt es sich um ein Schutt-Eis Gemenge, das sich oft auch hangabwärts bewegt. Die charakteristische, steile Stirn liegt auf rund 2500 m (Foto: SLF/ L. Dürr, 12.09.2018).
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Auf dem oberen Teil des Vadret da Sesvenna und im Gipfelbereich des Piz Sesvenna (3204 m, Scuol, GR) lag noch wenig Schnee von der Niederschlagsperiode von Anfang September. Der untere Teil des Gletschers war bereits wieder ausgeapert (Foto: SLF/L. Dürr, 12.09.2018).
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Was vom Jörigletscher (2700 m bis 2900 m) am Flüela Wisshorn (3085 m, Davos, GR) noch übrig ist. (Foto: SLF/Th. Stucki, 23.09.2018).
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Herbstfarben auf dem Garmil (2002 m, Mels, SG). In der Nordflanke des benachbarten Gamidaurspitzes und an den Nordhängen des Skigebietes Piz Sol lag noch wenig Neuschnee vom Montag 24.09. Die Südhänge waren durch die Sonneneinstrahlung bereits wieder ausgeapert (Foto: SLF/S. Niedermann, 27.09.2018).
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Relikte des Winters auf 1400 m im Tessin! Diese geknickten Bäume und Reste einer Lawinenablagerung wurden im Val Combra (Malvaglia, TI) gefunden (Foto: F. Rota, 30.09.2018).
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Blick von der Wiwannihütte auf das Weisshorn (4505 m, Randa, VS), welches seinem Namen Dank der wenigen Septemberschneefälle alle Ehre macht (Foto: SLF/L. Eberhard, 30.09.2018).
 

Wetter und Schneesituation

Abgesehen von drei kurzen Perioden war der September sehr mild (Abbildung 1) und oft auch sonnig.

 

Der eher kühle Start des Monats brachte auch Schnee. Im Osten vorübergehend bis gegen 2200 m, sonst bis gegen 2500 m hinunter. Oberhalb von rund 3500 m, wo der gesamte Niederschlag als Schnee fiel, kamen im Nordosten und in Graubünden beträchtliche Neuschneemengen zusammen (vgl. Monatsbericht vom August). Im Westen und im Unterwallis hingegen fiel kaum Schnee.

Danach dominierte bis am Sonntag, 23.09. die Sonne. Die Nullgradgrenze pendelte oft um sehr hohe 4000 m (Abbildung 1). Im Wallis wurden einige Hitzetage registriert. Auch in Chur (GR) wurden am Freitag 21.09. 30,3 °C gemessen. So spät im Jahr wurde auf der Alpennordseite noch nie ein Hitzetag registriert. Nennenswerte Niederschläge fielen in dieser Periode in der Nacht auf Freitag, 07.09. und am Donnerstag, 13.09. wo am zentralen und östlichen Alpennordhang je 30 bis 50 mm Regen gemessen wurden. Die Schneefallgrenze lag in beiden Ereignissen auf hohen 3000 m. Schnee fiel nur in den Gipfellagen der höchsten Berge.

Der Schnee der Niederschlagsperiode von Anfang September (Abbildung 2) blieb vor allem an steilen Nordflanken im Hochgebirge und auf Gletschern noch länger liegen, sonst schmolz er rasch wieder ab.

 

 

Im Westen, wo Anfang September kaum Schnee gefallen war, setzte sich die Schmelze der Altschneedecke fort. Dies insbesondere an Hängen, die stark der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren (Abbildung 4).

 

In der Nacht auf Montag, 24.09. brachte eine Kaltfront einen markanten Wetterwechsel. Die Schneefallgrenze sank im Norden bis gegen 1800 m, im Südwesten blieb sie auf über 3000 m. In den Hauptniederschlagsgebieten fielen bis zu 20 cm Schnee (Abbildung 5 und 6).

 

 

 

 

Ein weiteres Hochdruckgebiet sorgte vom Dienstag, 25.09. bis zum Monatsende erneut für viel Sonne und nochmals perfektes Bergwetter (Abbildung 7).

 

Am Sonntag, 30.09. zeichnete sich mit zunehmender Bewölkung der herannahende Wintereinbruch ab. Die SLF-Beobachter machten die ersten, hoch gelegenen Messfelder bereit (Abbildung 8).

 

Lawinengefahr

Die Lawinengefahr beschränkte sich auch im September ausschliesslich auf das Hochgebirge und vor allem auf die Niederschlagsperiode zu Monatsbeginn. Für diese wurde am Freitag, 31.08. ein Lawinenbulletin – das erste dieses Sommers – publiziert. Ein weiteres Lawinenbulletin wurde am Sonntag, 30.09. publiziert. Dieses bezog sich auf die Niederschlagsperiode von Anfang Oktober.

 

Gefahrenentwicklung

Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.

 

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