Die Nacht auf Karfreitag war im Osten bedeckt. Die Abstrahlung war damit besonders am östlichen Alpennordhang und in Graubünden stark eingeschränkt. Auf Grund der kaum gefrorenen Schneeoberfläche, sowie der tageszeitlichen Erwärmung und diffusen Sonneneinstrahlung waren die Tourenverhältnisse eher ungünstig (Abb. 2). Die Gefahr von Nassschneelawinen bestand in Graubünden den ganzen Tag über und bereits am frühen Vormittag lösten sich spontan Nassschneelawinen. Im Westen war die Nacht zwar mild, aber meist klar, so dass die Schneeoberfläche in hohen Lagen etwas gefrieren konnte. Am Karfreitag wurden zahlreiche mittlere (Grösse 2) und grosse (Grösse 3) Lawinen gemeldet. Der Schwerpunkt der Lawinenaktivität lag in Graubünden (siehe Abb. 3 und 4), und hier besonders an Nordhängen (NW, N, NE) zwischen 2200 und 2600 m. Rund 80% der gemeldeten Lawinen gingen in dieser Exposition und Höhenlage ab.