Abbildung 6 zeigt die bestätigten Altschneelawinen und markante Gefahrenzeichen (wie z.B. grossflächige Wumms) während dieser Berichtsperiode. Erfolgt ein Bruch in der Schneedecke, setzt sich die Schneedecke. Dieses Absacken wird oftmals mit einem Wumm-Geräusch wahrgenommen. Im Flachen bleibt die Schneedecke nach dem Bruch liegen, bei einer Steilheit ab 30° kann sie als Lawine niedergehen. Ein Wumm- Geräusch besagt also, dass die Schneedecke eine Schwachschicht enthält und diese durch unser drauftreten grossflächig gebrochen ist. Es sollte als Warnzeichen zur Vorsicht mahnen.
In Abbildung 6 wird deutlich, dass sich das Altschneeproblem nicht auf die inneralpinen Gebiete beschränkt. Vielmehr betraf es den zentralen und östlichen Alpennordhang oberhalb von rund 1800 m, sowie das Wallis und Graubünden oberhalb von rund 2000 bis 2400 m. Es liess sich zudem auf Schattenhänge (Expositionen West-Nord-Ost) eingrenzen. An Südhängen und aus den schneereichen Gebieten des Alpensüdhanges war der Schneedeckenaufbau günstiger; von dort wurden keine Altschneebrüche gemeldet.