Der eher kühle Start des Monats brachte auch Schnee. Im Osten vorübergehend bis gegen 2200 m, sonst bis gegen 2500 m hinunter. Oberhalb von rund 3500 m, wo der gesamte Niederschlag als Schnee fiel, kamen im Nordosten und in Graubünden beträchtliche Neuschneemengen zusammen (vgl. Monatsbericht vom August). Im Westen und im Unterwallis hingegen fiel kaum Schnee.
Danach dominierte bis am Sonntag, 23.09. die Sonne. Die Nullgradgrenze pendelte oft um sehr hohe 4000 m (Abbildung 1). Im Wallis wurden einige Hitzetage registriert. Auch in Chur (GR) wurden am Freitag 21.09. 30,3 °C gemessen. So spät im Jahr wurde auf der Alpennordseite noch nie ein Hitzetag registriert. Nennenswerte Niederschläge fielen in dieser Periode in der Nacht auf Freitag, 07.09. und am Donnerstag, 13.09. wo am zentralen und östlichen Alpennordhang je 30 bis 50 mm Regen gemessen wurden. Die Schneefallgrenze lag in beiden Ereignissen auf hohen 3000 m. Schnee fiel nur in den Gipfellagen der höchsten Berge.
Der Schnee der Niederschlagsperiode von Anfang September (Abbildung 2) blieb vor allem an steilen Nordflanken im Hochgebirge und auf Gletschern noch länger liegen, sonst schmolz er rasch wieder ab.