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Mehr Platz für das SLF – neues Büro- und Werkstattgebäude eröffnet

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Das neue Gebäude des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF bietet über fünfzig dringend benötigte Arbeitsplätze, denn das SLF ist thematisch und personell in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Bau erfüllt die Kriterien von «Minergie-P-Eco» und erreicht beim «Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz» die höchstmögliche Stufe, «Platin».

 

WSL-Direktorin Beate Jessel freut sich: «Ein neues Gebäude eröffnen zu dürfen, ist ein Privileg. Und erst recht, wenn es so gut gelungen ist wie dieses! Wir gewinnen damit dringend benötigten Raum, nicht nur unmittelbar für unsere Mitarbeitenden, sondern auch damit deren innovative Ideen sich entfalten können.» Der Vorgängerbau war energetisch veraltet und bot viel weniger Platz. Platz wurde in den letzten Jahren aber immer knapper am SLF: Weil die Forschenden sehr erfolgreich Projekte akquirieren, und weil die WSL zusammen mit dem Kanton Graubünden und mit Unterstützung der ETH Zürich das ins SLF integrierte Forschungszentrum CERC [Climate Change, Extremes and Natural Hazards in Alpine Regions Research Centre] aufbaut, arbeiten inzwischen rund 180 Personen am SLF (inkl. Gäste).

Das wiederum ist ganz im Sinne des Bündner Regierungspräsidenten Marcus Caduff, Ehrengast bei der Eröffnung. «Forschung ist wichtig für Graubünden. Sie bringt Erkenntnisse, die uns allen nützen, und sie schafft wertvolle Arbeitsplätze. Aber Graubünden ist auch wichtig für die Forschung». Damit meint er nicht nur finanzielle Förderung, sondern auch die enge Zusammenarbeit und die spannenden alpinen Phänomene, die Wissenschafterinnen und Wissenschafter quasi direkt vor der Bürotüre untersuchen können. Michael Hengartner, Präsident des ETH-Rats, ergänzt: «Das SLF hat, wie der ganze ETH-Bereich, mit seiner Forschung zu Naturgefahren, zu Schnee und zur alpinen Umwelt längst den legendären Elfenbeinturm verlassen. Es steht im engen Austausch mit allen, die an diesen Themen arbeiten, sei es bei Bund, Kantonen oder privaten Firmen». Dezentrale, kleinere Standorte wie Davos seien für die Verbindung mit der Gesellschaft besonders wertvoll.

 

Nicht nur Gold, sondern Platin

Die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das neue Gebäude – ausgestattet mit Werkstätten, Montagehalle, Lagerräumen, Velogarage, Labors, Sitzungszimmern und Büros – vor rund einem Monat bezogen. Sie arbeiten in hellen, grosszügigen Büros mit zum Teil fantastischer Bergsicht. Eine solche Umgebung, und noch viel mehr der WSL-Leitspruch «Forschung für Mensch und Umwelt», verpflichtet moralisch: So erfüllt der von Schwarz Architekten entworfene und geplante Neubau dank Hybridbauweise mit viel Holz, dank ausgeklügelter Haustechnik und Heizung über die bereits bestehende Grundwasser-Wärmepumpe, dank umwelt- und gesundheitsfreundlichen Materialien sowie dank Photovoltaik-Paneln an den Ost- und Westfassaden die Anforderungen an Minergie-P-Eco. Beim «Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS 2.0)» erreicht er die höchstmögliche Stufe Platin (Zusicherung ausgesprochen). Es ist das erste Gebäude des gesamten ETH-Bereichs, das diese strengen Anforderungen an Umweltfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit (Lebenszykluskosten) und Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer nachweislich erfüllt. Direktorin Jessel: «Jeder Bau verbraucht zwar Ressourcen wie Boden, Energie und verschiedenste Materialien von Sand bis Metall. Es war uns ein wichtiges Anliegen, die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, gleichzeitig unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Arbeitsräume anzubieten und mit dem Geld – letztlich Steuern! – haushälterisch umzugehen». Die SNBS-Platin-Auszeichnung beweist, dass solche Bemühungen auch in der Realität vereinbar sind.

 
 

Dank

Wir danken allen, die zum Gelingen des Neubaus beigetragen haben:

  • Empa Immobilienmanagement
  • Dietrich Schwarz Architekten AG sowie alle Planungsfirmen
  • Ralbau AG (Generalunternehmung) und alle deren Subunternehmungen, namentlich Implenia AG (jetzt Zindel AG), Alpiger Holzbau AG, Caviezel AG
  • Martin Gentner und alle anderen Beteiligten aus der WSL
 

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