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Typenprüfung für Lawinenverbauungen und Ankermörtel

Neue Stützwerktypen für subventionierte Lawinenverbauungen werden von Experten des SLF und der Expertenkommission Lawinen und Steinschlag (EKLS) geprüft. Die praktische Verwendbarkeit der neuen Konstruktionstypen wird mit Montageversuchen oder mit Versuchswerken, die sich während mindestens zwei Wintern bewähren müssen, überprüft.

Werden für Lawinenverbauungen Subventionen des Bundes beansprucht, so dürfen in diesen Verbauungen nur offiziell geprüfte und zugelassene Werktypen bzw. Ankermörtel verwendet werden. Die Prüfung erfolgt unter der Leitung der Expertenkommission Lawinen und Steinschlag (EKLS) in enger Zusammenarbeit mit dem SLF. Die Experten des SLF prüfen statische Berechnungen und Planunterlagen von neuen Stützwerktypen. Sie erstellen die erforderlichen Prüfberichte. Die Prüfung der praktischen Verwendbarkeit von neuartigen Konstruktionstypen erfordert normalerweise den Bau von Versuchswerken, deren Eignung während mindestens zwei Wintern im Gelände untersucht wird. Bei konstruktiven Änderungen von genehmigten Werktypen wird in der Regel ein Montageversuch (Abb. 1) verlangt. Das SLF begleitet solche Versuche. Die offizielle Freigabe erfolgt durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Montageversuch Schneenetztyp
Abb. 1: Montageversuch eines neuen Schneenetztyps in einer Verbauung (Foto SLF, S. Margreth).