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Winter 2011/2012

Expedition Winter 2011/12 (8.12.2011 bis 02.02.2012)

Antarktis
Basisstation Concordia in der Antarktis (bei Klick auf das Bild Grossansicht der Karte)

Martin Schneebeli nahm an der Expedition einer Forschungsgruppe des französischen Laboratoire de Glaciologie et Géophysique de l'Environnement (LGGE) aus Grenoble teil. Die meiste Zeit verbrachten die Wissenschaftler auf der Basisstation "Concordia", wo Frankreich gemeinsam mit Italien ein ganzjähriges Forschungscamp betreibt. Sie besuchten u.a. auch die russische Forschungsstation „Vostok“ und waren anschliessend etwa eine Woche auf einem mobilen Forschungstreck zwischen Vostok und Concordia unterwegs.

Forschungscamp in der Antarktis im Winter 2011/2012    
Abb. 3: Forschungscamp in der Antarktis im Winter 2011/2012    

Bezeichnend für diese Region sind häufige Winde. Die Schneeoberfläche ist daher sehr stark von Schneeverwehungen geprägt. Sogenannte „Megadünen“ können bis zu mehreren Kilometern breit werden und entstehen vor allem dort, wo wenig Niederschlag fällt. Die Temperaturen im Sommer betragen zwischen -30 und - 35 °C, im Winter wird es bis -70 °C kalt. Obwohl fast kein Schnee fällt, wandelt sich der Schnee unterhalb der windgeprägten Oberfläche im Laufe der Jahre sehr stark um. Die Windmuster findet man vor allem im Frühling, im Sommer verschwinden die Dünen und die Schneeoberfläche wird glatter. Warum dies so ist, ist bisher wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Fünfzehn Kisten mit Schneeproben sind deshalb unterwegs nach Davos und werden im Mai für Computertomografie-Analysen in den Kältelabors des SLF erwartet.

Das Projektteam

Jérôme Chappellaz (LGGE-CNRS, Grenoble), Olivier Alemany (LGGE-CNRS, Grenoble), Martin Schneebeli (SLF). Der Link enthält weitere Informationen auf Französisch.