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WSL Institute for Snow and Avalanche Research SLF
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SLF-Geschichte
1931
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Gründung der Eidg. Schnee- und Lawinenforschungskommission in Bern.
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1935/36
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Erste Schneeexperimente finden in einer Art Iglu in Davos Platz statt.
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1936
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Bau des ersten Schneelabors auf dem 2662 m hoch gelegenen Weissfluhjoch bei Davos, um länger dauernde Beobachtungen und Experimente durchführen zu können. Die Parsennbahn stellte eine Holzbaracke und einen Arbeitsraum in der Bergstation zur Verfügung. Jeden Winter wird die Holzbaracke eingeschneit und erfüllt so ihre Funktion als natürliches Kältelabor unter der Schneedecke mit gleichbleibender Temperatur von -5 bis -7° C.
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1942
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Gründung des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung, Davos-Weissfluhjoch und Errichtung des ersten Institutsgebäudes auf dem Weissfluhjoch. Die Themen „Entwicklung der Schneedecke“, „Schneemechanik und Lawinenbildung“ und „kristalline Struktur und Umwandlung des Schnees“ bleiben zentrale Forschungsgebiete.
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Erste Schneeversuche finden 1935/36 im Iglu in Davos Platz statt.
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1936 dient eine Holzbaracke auf dem Weissfluhjoch als Schneelabor.
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1944
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Inbetriebnahme der ersten Kältelaboratorien.
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1945
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Übernahme der Verantwortung für die Lawinenwarnung, für die bis dahin die Schweizer Armee zuständig war. Zwischen 1946 und 1950 wurde mit zwanzig Beobachtungsstationen ein ziviler Lawinenwarndienst aufgebaut, der dem aufstrebenden Wintertourismus grundsätzlich ein Lawinenbulletin pro Woche über Radio und Presse bekannt gab.
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1950
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Wechsel in der Institutsleitung von Dr. Edwin Bucher zu Prof. Dr. Marcel de Quervain.
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1950/51
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Der Lawinenwinter 1950/51, welcher in der Schweiz 98 Todesopfer fordert, bringt eine entscheidende Wende. Nach diesen katastrophalen Ereignissen ist neben der Grundlagenforschung auch die praktische Unterstützung in Verbauungstechniken und im Lawinenwarndienst gefragt. Die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Meteorologischen Anstalt (SMA) wird ausgebaut, um die Zuverlässigkeit des Lawinenbulletins weiter zu erhöhen.
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Der Lawinenwinter 1950/51 fordert viele Todesopfer (Vals, 1950/51).
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Versuchsfläche Stillberg: Aufforstung in einer Lawinenanrisszone.
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1953
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Da der Wald als langfristiger Lawinenschutz an Bedeutung gewinnt, beginnt die Zusammenarbeit mit der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf (damals EAFV). Langfristige gemeinsame Projekte werden lanciert, wie z.B. die Versuchsfläche „Stillberg“ im Dischmatal zur Untersuchung von Aufforstung in einer Lawinenanrisszone nahe der Waldgrenze.
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1955
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Durch den EMPA-Wissenschaftler Adolf Voellmy gelangt eine fundamentale Arbeit ins SLF, die es ermöglicht, Auslaufstrecken und dynamische Druckwirkungen von Lawinen zu berechnen. Damit ist eine zentrale Grundlage zur Berechnung von Verbauungen in der Sturzbahn (Ablenkwerke, Galerien) und zur Abgrenzung von Lawinengefahrenzonen in Siedlungsgebieten geschaffen.
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1956
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Die Schneegleitbahn neben dem Institut wird errichtet. Sie dient dem praxisorientierten Studium von dynamischen Prozessen. Die Versuche mit der Schneegleitbahn geben Aufschluss über das Fliessverhalten von Schnee über kurze Distanzen, über die Druckwirkung beim Auftreffen auf feste Hindernisse und über die Bremswirkung von gegliederten Hindernissen.
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1961
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Am SLF wird der erste Lawinenzonenplan für die Gemeinde Wengen erstellt.
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1965
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Erster Test von Lawinenverschütteten-Suchgeräten am SLF.
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1968
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Der Lawinenwinter 1968 trifft Davos besonders stark. Das Institut ist für drei Wochen isoliert.
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1972
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Es finden Untersuchungen über die Wirkung von Explosionen auf die Schneedecke statt. Die Analysen ermöglichen die Herausgabe von Richtlinien für die künstliche Lawinenauslösung an die Praxis.
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1973
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Beginn von Untersuchungen zur quantitativen Lawinenprognose und zur Schneedeckenentwicklung in Hanglagen (Versuchsgebiet Gaudergrat)
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1980
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Wechsel in der Institutsleitung von Prof. Dr. Marcel de Quervain zu Prof. Dr. Claude Jaccard
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1983
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Erste Messungen von Lawinengeschwindigkeiten im Lukmanier-Gebiet
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1986
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Das SLF feiert 50 Jahre Schnee- und Lawinenforschung auf dem Weissfluhjoch
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1989
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Das SLF wird Teil der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Seit dem Zusammenschluss gehört das SLF zum ETH-Bereich.
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1992
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Wechsel in der Institutsleitung von Prof. Dr. Claude Jaccard zu Dr. Walter Ammann
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1993
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Die Internationale Arbeitsgruppe der Europäischen Lawinenwarndienste setzt einen Markstein in der Geschichte der Lawinenwarnung: Erstmals einigen sich die Vertreter der europäischen Alpenländer auf eine einheitliche Definition der Lawinengefahrenstufen: Die fünfstufige Europäische Lawinengefahrskala war geboren.
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1995
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Neu unterhält das SLF auch eine Aussenstelle in Sion, damit die Anliegen des Kanton Wallis besser bearbeitet werden können.
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1996
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Ende November 1996 wird nach 60 Jahren Schnee- und Lawinenforschung auf dem Weissfluhjoch das neu erbaute Institutsgebäude an der Flüelastrasse in Davos Dorf zum Hauptsitz des SLF. Das ehemalige Institutsgebäude auf dem Weissfluhjoch steht der Forschung nach wie vor zur Verfügung.
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SLF Institutsgebäude Davos Dorf.
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Wetterstation des Interkantonalen Mess- und Informationssystem IMIS.
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1997
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Das SLF nimmt die Lawinendynamik-Versuchsanlage im Vallée de la Sionne und das IMIS-Messnetz in Betrieb. Der Fokus liegt auf dem Integralen Risikomanagement.
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2004
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Die Aktivitäten des SLF werden verstärkt auf andere Naturgefahren ausgedehnt. In Zusammenarbeit mit Birmensdorf werden einerseits Modelle für die Prozessdynamik auf Murgänge erweitert. Anderseits wird im Rahmen von Pilotprojekten mit der Entwicklung von Warn- und Informationssystemen für hydrologische Naturgefahren in Alpentälern (Wildbäche, Murgänge) begonnen.
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2007
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Im neuen Versuchsfeld Wannengrat werden im Rahmen des Programmes Swiss Experiment neue Untersuchungsmethoden und Sensoren zur Lawinenbildung entwickelt und getestet.
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2008
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Das SLF heisst neu WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.
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2009
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Am SLF wird ein neuer Leitfaden über das Bauen im Permafrost herausgegeben
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2010
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Basierend auf den Warnsystemen für Lawinen und Wildbäche entwickelt das SLF zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt, der MeteoSchweiz und dem Schweizerischen Erdbebendienst die Gemeinsame Informationsplattform Naturgefahren GIN.
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