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Langjährige Statistiken

Das SLF sammelt seit dem Winter 1936/37 alle Daten von Lawinenunfällen in der Schweiz. Eine Zusammenstellung und Auswertung dieser Daten wird in den jährlichen Unfallberichten des SLF veröffentlicht. Pro Jahr werden beim SLF mehr als 100 Lawinenunfälle mit erfassten Personen registriert.

Lawinenopfer seit 1936

Im Mittel über die gesamte Periode starben jährlich 25 Personen in Lawinen (Abb. 1).

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Abb. 1: Lawinenopfer in der Schweiz seit 1936/37. Erkennbar ist der Rückgang bei Opfern in Gebäuden  und auf Verkehrswegen. Der Mittelwert der letzten 80 Jahre (25; schwarze unterbrochene Linie) und der letzten 20 Jahre (23; schwarze Linie) sind angegeben. Während der letzten 20 Jahre starben über 90% der Lawinenopfer in freiem Gelände (Grafik als PDF).

Räumliche Verteilung der tödlichen Lawinenunfälle während der letzten zwanzig Jahre

Während der letzten zwanzig Jahre passierten mehr als 90% der tödlichen Lawinenunfälle im freien Gelände, wie bspw. beim Variantenfahren oder Tourengehen. Besonders viele tödliche Lawinenunfälle ereigneten sich im Wallis , sowie in Graubünden (Abb. 2). Warum diese Häufung an Unfällen in diesen Regionen?

Eine zoombare Karte findet sich hier.

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Abb. 2: Regionale Verteilung der tödlichen Lawinenunfälle (20 Jahre). Für jedes der mehr als 120 Teilgebiete, welche Grundlage für die Regionalisierung des Lawinenbulletins sind, wurde die Anzahl tödlicher Unfälle gezählt. Je grösser ein Symbol, desto mehr Unfälle ereigneten sich in dieser Region (Karte als PDF).

Lawinenunfall = Lebensgefahr!

Bei denjenigen, die von einer Lawine ganz verschüttet werden (Kopf im Schnee), überlebt laut Statistik nur etwas mehr als jeder Zweite. Die häufigste Todesursache ganz verschütteter Personen ist das Ersticken, da die verschüttete Person oft keine oder nur eine kleine Atemhöhle hat. Deshalb sinkt bereits nach 15 Minuten die Überlebenschance einer ganz verschütteten Person markant (Abb. 3). Aus diesem Grund ist die rasche Ortung und Befreiung eines Verschütteten durch die Kameraden von entscheidender Bedeutung.

Aber auch ohne eine Ganzverschüttung besteht Lebensgefahr, wenn man von einer Lawine mitgerissen wird: mindestens jedes siebte Todesopfer stirbt an schweren Verletzungen.

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Abb. 3: Anteil Überlebender ganz verschütteter Personen im freien Gelände (Tour, Varianten) von 2005/06 – 2012/13. Während diesem Zeitraum lag die Überlebenswahrscheinlichkeit ganz verschütteter Personen bei etwas mehr als 50% (Grafik als PDF). Datengrundlage: Procter et al., 2016. Berücksichtigt wurden alle ganzverschütteten Personen, welche nicht an Traumaverletzungen starben. Informationen zur Entwicklung der Verschüttungszeiten und der Überlebenswahrscheinlichkeiten finden sich hier.

Opfer pro Gefahrenstufe

Im langjährigen Durchschnitt sind die meisten tödlichen Unfälle bei der Gefahrenstufe erheblich, Stufe 3 zu verzeichnen (Abb. 4).

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Abb. 4: Lawinenopfer pro Gefahrenstufe für Personen auf Tour, beim Variantenfahren sowie Opfer, welche in Gebäuden oder auf Verkehrswegen erfasst wurden (1997/98 bis 2015/16; Grafik als PDF).

Weitere, aktuelle Auswertungen zu Lawinenunfällen im freien Gelände (nur auf Englisch).