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Nationales Lawinenbulletin

für Montag, 6. Februar 2012

Ausgabezeitpunkt 5.2.2012, 17:00 Uhr

Hauptgefahr Triebschnee, gebietsweise erhebliche Lawinengefahr

Allgemeines

Am Sonntag war es meist sonnig. Der Nordostwind blies am Alpennordhang und am zentralen Alpenhauptkamm mässig bis stark und liess im Tagesverlauf nach. In den übrigen Gebieten wehte er schwach bis mässig. Die Mittagstemperatur auf 2000 m lag bei minus 14 Grad.
Die Triebschneeansammlungen der letzten Tage sind störanfällig. Einige spontane und durch Personen ausgelöste Lawinen zeigen dies. Dort, wo der Wind in den letzten Tagen keinen Einfluss hatte, ist die Schneedecke meist günstig aufgebaut.
Mit der mächtigen Schneedecke bleibt der Boden isoliert. Einzelne Gleitschneelawinen, die am Boden abgleiten, sind weiterhin möglich. Sie können bis mittlere Ausmasse erreichen.

Kurzfristige Entwicklung

Am Montag ist es in den Bergen meist sonnig. Im Osten ziehen im Tagesverlauf Wolken auf. Die Mittagstemperatur auf 2000 m liegt bei minus 15 Grad. In der Höhe bläst in allen Gebieten ein mässiger bis starker Nordostwind. Gebietsweise wird lockerer Altschnee verfrachtet und es entstehen weitere, störanfällige Triebschneeansammlungen.

Vorhersage der Lawinengefahr für Montag

Westlicher Alpennordhang; zentraler Alpenhauptkamm:

Erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3)

Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an Triebschneehängen der Expositionen Ost über Süd bis Nord.
In den westlichen Voralpen, im Chablais und in den Waadtländer Alpen liegen sie oberhalb von rund 1800 m. In den übrigen Gebieten dieser Gefahrenstufe liegen sie oberhalb von rund 2400 m.
Die neueren Triebschneeansammlungen können bereits durch einzelne Schneesportler ausgelöst werden. Sie sollten möglichst gemieden werden. Sie sind für Geübte meist gut erkennbar. Oft deuten Wummgeräusche und Rissbildung auf die Gefahr hin.

Zentraler und östlicher Alpennordhang ohne Urseren; übrige Gebiete des Wallis und Graubündens; Tessin südlich des Alpenhauptkammes:

Mässige Lawinengefahr (Stufe 2)

Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an Triebschneehängen aller Expositionen. Am zentralen und östlichen Alpennordhang ohne Urseren, im Tessin südlich des Alpenhauptkammes sowie im unteren Calancatal und im unteren Misox liegen sie oberhalb von rund 1800 m, sonst oberhalb von rund 2200 m. Anzahl und Grösse der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu. Frische und wenige Tage alte Triebschneeansammlungen sind oft leicht auslösbar. Sie sind meist gut erkennbar und sollten vorsichtig beurteilt werden.

Vor allem am Alpenhauptkamm und nördlich davon sind Gleitschneelawinen unterhalb von rund 2400 m an West-, Süd- und Osthängen möglich. Diese können mittlere Grösse erreichen. Vereinzelt sind exponierte Teile von Verkehrswegen gefährdet. Vorsicht unterhalb von Gleitschneerissen.

Tendenz für Dienstag und Mittwoch

Am Dienstag ist es meist bewölkt. Im Osten fällt wenig Schnee. Am Mittwoch ist es meist sonnig. Mit Nordostwind bleibt es kalt. Die Triebschneeansammlungen stabilisieren sich nur langsam. Die Gefahr für Gleitschneelawinen ändert sich nicht wesentlich.

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