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Lawinenbulletin für Sonntag, 1. März 2015

Gebietsweise erhebliche Lawinengefahr

Ausgabe: 28.2., 17:00 Nächster Update: 1.3., 17:00 Gültigkeit

Wochenbericht

aktualisiert am 26.02.2015, 17:00

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Gebietsweise erhebliche Lawinengefahr
Ausgabe: 28.2.2015, 17:00 / Nächster Update: 1.3.2015, 17:00
Schneedecke
Es ist viel lockerer Schnee vorhanden, welcher vom auffrischenden Westwind zunehmend verfrachtet wird, besonders im Westen und Norden. Der frische Triebschnee überdeckt vor allem in Kamm- und Passlagen ältere, störanfällige Triebschneeschichten, an steilen Südhängen teilweise eine Kruste oder sonst verbreitet lockeren Schnee. Der frische Triebschnee ist störanfällig.
Tiefer in der Schneedecke sind besonders im südlichen Wallis, in den inneralpinen Gebieten Graubündens und im Münstertal Schwachschichten vorhanden. Zudem ist der Schneedeckenaufbau an Schattenhängen im Waldgrenzbereich ausser am Alpensüdhang verbreitet ungünstig. Vor allem in diesen Gebieten oder Höhenlagen können Lawinen stellenweise bis in tiefere Schichten der Schneedecke reissen und gefährlich gross werden.
In hohen Lagen ist der Aufbau der Altschneedecke am Alpennordhang meist günstiger. Am Alpensüdhang ist die Schneedecke mehrheitlich günstig aufgebaut.
Wetter Rückblick auf Samstag, 28.2.2015
In der Nacht auf Samstag endete der Schneefall. Am Morgen war es im Hochgebirge bereits meist sonnig. Tagsüber war es wechselnd bewölkt mit teils sonnigen Abschnitten. Am meisten Sonne gab es vom Alpsteingebiet bis nach Graubünden.
Neuschnee
Von Donnerstagabend bis Samstagmorgen fielen folgende Schneemengen:
  • östliches Berner Oberland, Glarner Alpen, Alpstein: 20 bis 30 cm
  • übriger Alpennordhang, Unterwallis, Nord- und Mittelbünden: meist 10 bis 20 cm
  • übrige Gebiete: weniger oder trocken
Die Schneefallgrenze sank bis in tiefe Lagen.
Temperatur
am Mittag auf 2000 m zwischen -8 °C im Norden und -5 °C im Süden
Wind
aus südlichen Richtungen, schwach bis mässig
Wetter Prognose bis Sonntag, 1.3.2015
In der Nacht auf Sonntag zieht aus Westen Bewölkung auf. Tagsüber ist es meist stark bewölkt, am Nachmittag ganz im Süden zunehmend sonnig.
Neuschnee
Wallis und Alpennordhang rund 5 cm, sonst mehrheitlich trocken
Die Schneefallgrenze steigt aus tiefen Lagen gegen 1500 m.
Temperatur
am Mittag auf 2000 m zwischen -1 °C im Westen und -3 °C im Süden
Wind
Der Wind nimmt deutlich zu und bläst vor allem im Norden sowie allgemein in der Höhe mässig bis stark aus westlichen Richtungen. Er nimmt am Nachmittag weiter zu.
Tendenz bis Dienstag, 3.3.2015
Montag
Es ist meist stark bewölkt und besonders im westlichen Unterwallis und am Alpennordhang fällt Schnee bis in mittlere Lagen. Der Westwind bläst stark bis stürmisch. Ganz im Süden ist es mit Nordwind teils sonnig. Die Lawinengefahr steigt verbreitet an.
Dienstag
Es ist veränderlich mit Aufhellungen. Vor allem im Westen und Süden fällt noch wenig Schnee. Die Lawinengefahr verändert sich nicht wesentlich.