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Lawinenbulletin bis Sonntag, 1. Februar 2015

Verbreitet sehr heikle Lawinensituation

Ausgabe: 31.1., 17:00 Nächster Update: 1.2., 17:00 Gültigkeit

Wochenbericht

aktualisiert am 29.01.2015, 17:00

Messwerte

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Verbreitet sehr heikle Lawinensituation
Ausgabe: 31.1.2015, 17:00 / Nächster Update: 1.2.2015, 17:00
Schneedecke
Die mächtigen Neu- und Triebschneeschichten in den Hauptniederschlagsgebieten im Westen und im Norden setzen und stabilisieren sich langsam. Vor allem an windgeschützten Hängen und im Bereich der Waldgrenze sind sie noch störanfällig. Zudem sind frische und ältere Triebschneeschichten oft noch ungenügend miteinander verbunden und störanfällig. In allen Gebieten liegen Neu- und Triebschnee auf einer oft ungünstigen Altschneeoberfläche oder auf Oberflächenreif.
Lawinen können im Neu- und Triebschnee leicht ausgelöst werden. Zudem können vor allem im südlichen Wallis und in Graubünden Lawinen auch in die schwache Altschneedecke durchreissen. Am Alpennordhang sind mittlere und tiefe Schichten der Schneedecke etwas günstiger, am Alpensüdhang meist günstig aufgebaut.
Wetter Rückblick auf Samstag, 31.1.2015
In der Nacht auf Samstag schneite es im Westen und Norden bis in tiefe Lagen. Am Vormittag endeten die Schneefälle im Nordosten. Tagsüber war es im Westen veränderlich bewölkt mit einzelnen sonnigen Abschnitten und zunehmender Bewölkung am Nachmittag. Von Westen setzte Schneefall ein. Im Osten war es teils, im Süden meist sonnig.
Neuschnee
In der Nacht auf Samstag fielen im Jura, am Alpennordhang und im Unterwallis 10 bis 20 cm, lokal bis 30 cm Schnee. Insgesamt fielen von Mittwochabend bis Samstagvormittag oberhalb von rund 1000 m folgende Schneemengen:
  • westliches Unterwallis, nördliches Unterwallis, Waadtländer und Freiburger Alpen: 80 bis 120 cm
  • westlicher Jura, übriger Alpennordhang, übriges Unterwallis, nördliches Wallis, Bedretto: verbreitet 30 bis 50 cm, am Alpennordhang lokal bis 80 cm
  • übriger Jura, übrige Gebiete des Oberwallis und nördlichen Tessins, Nordbünden: 15 bis 30 cm, weiter südlich weniger
Temperatur
am Mittag auf 2000 m bei -9 °C
Wind
nachts mässig bis stark, tagsüber schwach bis mässig aus westlichen Richtungen
Wetter Prognose bis Sonntag, 1.2.2015
Im Westen und im Norden ist es meist stark bewölkt mit teils schauerartigen Schneefällen bis in die Niederungen. In Graubünden ist es zeitweise aufgehellt. Südlich des Alpenhautkammes ist es teils sonnig.
Neuschnee
  • westlicher Jura, westlicher und zentraler Alpennordhang, Unterwallis, nördliches Wallis: 15 bis 25 cm, an der Grenze zu Frankreich bis 30 cm
  • übriger Jura, östlicher Alpennordhang, übriges Oberwallis, Prättigau: 5 bis 15 cm, sonst weniger oder trocken
Temperatur
am Mittag auf 2000 m zwischen -11 °C im Norden und -8 °C im Süden
Wind
mässig aus West bis Nordwest, am Alpenhauptkamm im Tagesverlauf mässig bis stark aus Nordwest
Tendenz bis Dienstag, 3.2.2015
Montag
Im Norden weitere Schneefälle bis in die Niederungen. Im Süden ist es teils sonnig. Die Lawinengefahr ändert sich nicht wesentlich.
Dienstag
Im Norden ist es zunächst sonnig, im Tagesverlauf ziehen hohe Wolken auf. Im Süden ist es oft bewölkt mit einzelnen Schneeschauern. Die Lawinengefahr nimmt langsam ab.