Im Süden gebietsweise grosse Lawinengefahr
Ausgabe: 17.5.2013, 17:00 / Nächster Update: 19.5.2013, 17:00
Mit Neuschnee und starkem Wind steigt die Lawinengefahr in hohen Lagen am Samstag, 18. Mai im Tagesverlauf an, besonders markant
am Alpenhauptkamm vom Matterhorn bis zum Berninapass und im nördlichen Tessin. Dort wird von Samstagmittag bis Sonntagmittag
die Gefahrenstufe 4, gross erreicht. In hohen Lagen sind spontane Lawinen mittlerer Grösse zu
erwarten. Es sind vereinzelt auch grosse
spontane Lawinen möglich. Hoch gelegene Teile von exponierten
Verkehrswegen sind gefährdet. In den übrigen Gebieten geht die Hauptgefahr ebenfalls vom Neu- und Triebschnee aus. Diese können
von Einzelpersonen als Lawine ausgelöst werden. Für Touren braucht es Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr. Am Alpenhauptkamm
und im nördlichen Tessin sind die Verhältnisse für Touren ungünstig.
Am Donnerstag war es im Nordosten teils föhnig aufgehellt, sonst stark bewölkt. Im Süden fiel ergiebig Schnee. Die Schneefallgrenze
sank kurzzeitig auf rund 1700 m. Nach einer Niederschlagspause setzten in der Nacht auf Freitag erneut Niederschläge ein,
welche gegen Abend endeten. Die Schneefallgrenze lag bei rund 2000 m. Seit Dienstagabend, 14. Mai fielen oberhalb von rund
2400 m im Simplongebiet sowie im westlichen Tessin 80 bis 120 cm, im Gebiet Grosser St. Bernhard sowie am Alpenhauptkamm von
Saas Fee bis zum Berninapass und im östlichen Tessin 50 bis 80 cm, in den unmittelbar nördlich daran angrenzenden Gebieten
sowie am übrigen westlichen Alpenhauptkamm 30 bis 50 cm Schnee, sonst weniger. Der Wind wehte in der Höhe an beiden Tagen
mässig bis stark aus südlichen Richtungen. In hohen Lagen des Alpenhauptkamms entstanden grosse, sonst kleine bis mittelgrosse
Triebschneeansammlungen.
Nach teils klarer Nacht ist es am Samstag im Norden zunächst recht sonnig. Am Nachmittag ist es zunehmend bewölkt. Im Süden
setzen erneut Niederschläge ein, welche sich am Nachmittag intensivieren. Die Schneefallgrenze liegt zu Beginn bei rund 1700
m und steigt im Tagesverlauf auf rund 2200 m an. Am Sonntag fätt verbreitet Schnee. Gegen Abend lassen die Niederschläge nach.
Die Schneefallgrenze sinkt langsam auf rund 1800 m. Bis Sonntagabend fallen oberhalb von rund 2400 m am Oberwalliser Alpenhauptkamm
sowie im westlichen Tessin 80 bis 120 cm, am übrigen Alpenhauptkamm vom Grossen St. Bernhand bis zum Berninapass und im östlichen
Tessin 50 bis 80 cm, in den unmittelbar nördlich angrenzenden Gebieten 30 bis 50 cm Schnee, sonst weniger. Der Wind weht
am Samstag stark bis stürmisch aus Süd. Am Sonntag dreht er auf westliche Richtungen und flaut ab. In hohen Lagen enstehen
am Alpenhauptkamm grosse, sonst kleine bis mittelgrosse Triebschneeansammlungen.
Am Montag, 20. Mai und Dienstag, 21. Mai ist es wechselnd bewölkt. Besonders in der zweiten Tageshälfte sind Schauer möglich.
Die Nullgradgrenze liegt bei rund 2000 m. Die Lawinengefahr nimmt ab. Grosse spontane Lawinen sind kaum mehr zu erwarten.
In den Gebieten mit viel Neuschnee ist weiterhin Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr nötig.
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