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Lawinenbulletin bis Samstag, 25. Oktober 2014

Viel Schnee und gebietsweise erhöhte Lawinengefahr

Ausgabe: 23.10., 17:00 Nächster Update: Beim nächsten grossen Schneefall. Gültigkeit

Wochenbericht

aktualisiert am 02.10.2014, 17:00

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Viel Schnee und gebietsweise erhöhte Lawinengefahr
Ausgabe: 23.10.2014, 17:00 / Nächster Update: Beim nächsten grossen Schneefall.
Lawinengefahr
Urner und Glarner Alpen, Nordbünden, Silvretta: Die grossen Neu- und Triebschneemengen können von Wintersportlern als Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Am Freitag, dem ersten sonnigen und warmen Tag, besteht diese Gefahr bereits oberhalb der Waldgrenze, am Samstag dann vor allem noch oberhalb von rund 2800 m. An steilen Grashängen werden unterhalb von rund 2800 m viele, aber meist nur kleine Gleitschneelawinen erwartet. Im sehr steilen Gelände sind zudem feuchte Lockerschneerutsche zu erwarten.
In den übrigen Gebieten bilden Triebschneeansammlungen die Hauptgefahr. Diese liegen vor allem in Rinnen, Mulden und allgemein im Hochgebirge und sollten im steilen Gelände vorsichtig beurteilt werden. Zudem sind in den Gebieten mit mehr Neuschnee im steilen Gelände feuchte Rutsche zu erwarten. Nebst der Verschüttungsgefahr sollte vor allem die Mitreissgefahr beachtet werden.
Schnee und Wetter
Schneedecke
Neu- und Triebschnee wurden im Hochgebirge auf eine oft flächige Altschneedecke abgelagert. Dort ist bereits eine hochwinterliche Schneedecke mit mehreren, unterschiedlichen Schichten vorhanden. Unterhalb von rund 2800 m war der Boden aper und warm. Dies begünstigt eine rasche Abnahme der Gefahr von trockenen Lawinen, in den Hauptniederschlagsgebieten aber auch die Bildung von Gleitschneelawinen.
Wetter, Rückblick bis Mittwoch, 22.10.
Am Mittwoch fiel, ausser ganz im Süden, Schnee bis in tiefe Lagen. Am zentralen und östlichen Alpennordhang sowie in Graubünden dauerten die teils ergiebigen Schneefälle bis am Donnerstagmittag an, danach blieb es bewölkt. Im Westen und im Wallis war es am Donnerstag oberhalb von rund 2200 m recht sonnig, ganz im Süden schön. Insgesamt fielen seit Dienstagabend folgende Schneemengen:
  • östliche Urner Alpen, Glarner Alpen und Nordbünden: 60 bis 80 cm
  • übriger Alpennordhang vom Berner Oberland bis Liechtenstein, Mittelbünden, Unterengadin: 30 bis 60 cm
  • übrige Gebiete bis zu 30 cm, ganz im Süden trocken
Weil der Boden vor den Schneefällen warm war, wurden die angegebenen Schneehöhen trotz einer Schneefallgrenze um 1000 m erst oberhalb von rund 2000 m erreicht. Der Wind wehte meist stark bis stürmisch zunächst aus Nordwest, am Donnerstag aus Nord. Im Westen flaute er am Donnerstag ab. Der Neuschnee und im Hochgebirge auch Altschnee wurden intensiv verfrachtet.
Wetter, Ausblick bis Samstag, 25.10.
Am Freitag ist es sonnig. Der Wind flaut ab und weht meist schwach aus Nordost. Die Nullgradgrenze steigt auf 3400 m. Auch am Samstag ist es meist sonnig, bevor am Mittag aus Nordwesten Wolken aufziehen. Der Wind weht schwach aus Nordwest, die Nullgradgrenze liegt bei 3000 m.
Tendenz
Am Sonntag, 26.10. und am Montag, 27.10. ist es in den Bergen meist sonnig und mild. Die Lawinengefahr nimmt ab, sollte aber vor allem im sehr steilen Gelände des Hochgebirges weiterhin beachtet werden.

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