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Komplettes Lawinenbulletin PDF

Lawinenbulletin bis Mittwoch, 6. Mai 2015

Weiterhin Gefahr von nassen Lawinen, leichter Anstieg der Gefahr von trockenen Lawinen im Hochgebirge

Ausgabe: 5.5., 17:00 Nächster Update: 6.5., 17:00 Gültigkeit

Weiterhin Gefahr von nassen Lawinen, leichter Anstieg der Gefahr von trockenen Lawinen im Hochgebirge
Ausgabe: 5.5.2015, 17:00 / Nächster Update: 6.5.2015, 17:00
Lawinengefahr
Gefahr von nassen Lawinen
Die Gefahrenstellen für nasse Lawinen liegen vor allem unterhalb von rund 3000 m. Die Schneedecke wird mit Regen und gebietsweise mit Sonneneinstrahlung geschwächt und ist instabil. In hohen Lagen sind weiterhin spontane Nassschneelawinen zu erwarten. Diese können vor allem im Wallis und in Graubünden, teilweise aber auch am Alpennordhang die gesamte Schneedecke mitreissen und vereinzelt gross werden. Dies betrifft vor allem Steilhänge der Expositionen West über Nord bis Ost zwischen rund 2500 und 3000 m. Hier können nasse Lawinen teils auch durch Personen ausgelöst werden.
Gefahr von trockenen Lawinen
Gefahrenstellen für trockene Lawinen liegen vor allem oberhalb von rund 3000 m. Neuere Triebschneeansammlungen sind teils störanfällig und sollten vorsichtig beurteilt werden.
Schnee und Wetter
Schneedecke
Unterhalb von rund 3000 m ist die Schneedecke verbreitet nass und besonders an West- über Nord- bis Osthängen geschwächt. In den letzten Tagen gingen im Norden, im Wallis und zunehmend auch in Graubünden Nassschneelawinen an Nordhängen oberhalb von 2500 m ab. Besonders im Hochgebirge sind neuere Triebschneeansammlungen teils störanfällig.
Die Schneegrenzen liegen an Nordhängen bei 1700 m, im Wallis bei 2000 m. An Südhängen liegen sie zwischen 2000 und 2500 m. Im flachen Gelände liegt auf 2500 m meist 100 bis 200 cm, im Simplon- und im Gotthardgebiet sowie am östlichen Alpennordhang bis 300 cm Schnee.
Wetter Rückblick
Die Nacht auf Dienstag war bedeckt. Im nördlichen Tessin fiel in Schauern etwas Niederschlag. Tagsüber war es im Norden föhnig aufgehellt und im Osten teils sonnig. Im Westen und im Süden war es bewölkt. Im westlichen Unterwallis sowie in den Waadtländer und Freiburger Alpen fiel etwas Niederschlag. Die Schneefallgrenze lag im Westen bei 3000 m, im Süden bei 2500 m. Von Montagabend bis Dienstagabend fielen im Hochgebirge des Unterwallis und des Tessins 5 bis 10 cm Schnee.
Der Wind blies mässig bis stark aus südlichen Richtungen.
Wetter Ausblick
In der Nacht auf Mittwoch ist es bewölkt und verbreitet fällt Niederschlag. Tagsüber ist es im Norden und Osten bewölkt mit Niederschlag. Im Westen und im Süden ist es im Tagesverlauf zunehmend sonnig. Die Schneefallgrenze sinkt im Tagesverlauf auf rund 2200 m. Von Dienstagabend bis Mittwochabend fallen oberhalb von 3000 m verbreitet 5 bis 15 cm, im Süden lokal bis 30 cm Schnee.
Der Wind weht schwach bis mässig, im Hochgebirge stark aus Südwest bis West.
Tendenz
Am Donnerstag ist es im Nordosten zunehmend, sonst recht sonnig mit Quellwolken im Tagesverlauf. Am Freitag ist es zunächst sonnig, im Tagesverlauf zunehmend bewölkt mit Schauern und Gewittern am Nachmittag. Die Nullgradgrenze liegt bei 2600 m bis 3000 m. Neuere Triebschneeansammlungen sollten besonders im Hochgebirge vorsichtig beurteilt werden. Die Gefahr von nassen Lawinen steigt im Tagesverlauf jeweils an.

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