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Achtung Lawinen

Gemeinsames Communiqué der 14 Mitgliedverbände des Kern-Ausbildungsteams „Lawinenprävention Schneesport“ (KAT) vom 20.12.2016

Die Mitgliedverbände des Kern-Ausbildungsteams „Lawinenprävention Schneesport“ (KAT) engagieren sich mit Ausbildungsangeboten und Präventionstipps gemeinsam für Lawinenprävention. Mit der Neuauflage ihres Merkblatts „Achtung Lawinen“ bieten sie aktuellste Lawinenkunde kompakt auf einem Blatt.

Freerider
Freerider. Foto: Lukas Dürr, SLF
 
Schneebrettlawine
Schneebrettlawine. Foto: Thomas Stucki, SLF
 
Schneeschuhtour
Schneeschuhtour. Foto: Kurt Winker, SLF
 
Schneeschuhtour
Schneeschuhtour. Foto: Kurt Winker, SLF

Ski- und Snowboardtouren, Schneeschuhwanderungen und Variantenabfahrten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Sporttreibende und Geniesser zieht es im Winter in die Natur abseits des Rummels auf den Pisten. Doch neben allem Vergnügen bedeutet der Schnee vielerorts auch Lawinengefahr. Die richtigen Präventionsmassnahmen sind das A & O, um das Risiko, in eine Lawine zu geraten, möglichst gering zu halten.

Gemeinsam für Lawinenprävention

13 Schweizer Organisationen, die im Bereich Schneesport tätig sind, und das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF arbeiten daher seit 12 Jahren im Kern-Ausbildungsteam „Lawinenprävention Schneesport“ (KAT) zusammen. Die Mitgliedverbände stellen in Form von Informationen, Ausbildungsangeboten, Unterlagen und Merkblättern aktuellstes Wissen im Bereich Lawinenprävention zur Verfügung. Dabei streben sie eine gesamtschweizerische „Unité de doctrine“ in der Lawinenausbildung an. Das KAT sorgt ausserdem dafür, dass in der Lawinenausbildung der Bergsportverbände und Institutionen genügend fachliche, pädagogisch qualifizierte und in der Praxis anerkannte Ausbilderinnen und Ausbilder zur Verfügung stehen. Wer eine Ausbildung bei einem der KAT-Mitgliedverbände besucht, kann daher davon ausgehen, anhand aktuellster und breit abgestützter Inhalte geschult zu werden.

Lawinengefahr bedeutet Lebensgefahr

„Vor allem in Anbetracht der steigenden Beliebtheit von Schneesport im freien Gelände ist es unerlässlich, die Massnahmen zur Lawinenprävention stetig weiterzuentwickeln und bekannt zu machen“, sagt Hans Martin Henny, Leiter des KAT und Vertreter der Armee im KAT. „Genau dafür engagieren wir uns.“ Denn in der Schweiz sterben im Schnitt 23 Personen pro Jahr in Lawinen. Die allermeisten davon sind Schneesportlerinnen und Schneesportler im freien Gelände. Etwa 90 Prozent aller Lawinenopfer haben die Lawine, in der sie umkommen, selber ausgelöst. Trotz der steigenden Zahl von Wintersportlern abseits der Pisten ist die Anzahl Lawinenopfer seit den 1980er Jahren leicht zurückgegangen. Dies ist ausser der schnelleren Rettung und besserer Ausrüstung vermutlich ebenso auf bessere Ausbildung und Präventionsmassnahmen zurück zu führen.

Sich ausbilden – informieren - ausrüsten

Damit noch weniger Personen in Lawinen geraten und die Schneesportler möglichst risikobewusst unterwegs sind, empfehlen die Mitgliedverbände des KAT auch für diesen Winter den Tourengängern und Freeridern:

  1. sich auszubilden, um sich im Gelände den Verhältnissen entsprechend richtig zu verhalten
  2. sich über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren
  3. die richtige Notfallausrüstung dabei zu haben (LVS, Schaufel, Sonde)

Die Verbände bringen zum diesjährigen Saisonbeginn zudem eine rundum überarbeite Neuauflage des Merkblatts „Achtung Lawinen!“ heraus. Es beinhaltet die aktuellste Lawinenkunde konzentriert auf einem Blatt und richtet sich an Ausbilder im Lawinenbereich sowie an Tourengänger und Freerider mit Vorkenntnissen.

Mitgliedverbände im Kern-Ausbildungsteam „Lawinenprävention Schneesport“ (KAT)

Weitere Informationen

Kontakt

  • Kern-Ausbildungsteam „Lawinenprävention Schneesport“ (KAT): Hans Martin Henny, Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee, Andermatt, HansMartin.Henny@vtg.admin.ch, Tel. +41 41 888 83 25
  • SLF, Kommunikation: Julia Wessels, WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Davos, medien@slf.ch, Tel. +41 081 417 02 86